Über Kleinigkeiten freuen

Eigentlich ist das keine große Sache; wenn ich ehrlich bin, ist das Thema an sich noch nicht mal besonders bloggenswert.

Aber es ist nun mal mein Wochenhighlight und schon das ganz allein lässt mich alle Relevanzzweifel über Bord werfen.

Heute Morgen, 6.30, A7 Kiel-Hamburg, kurz vor Kaltenkirchen. Rechts schlängeln sich Dutzende LKW, links mit Tempo 100 zig PKW, kurz: Die Autobahn ist voll.

2 Meter hinter mir ein Träum von Klischee-BMW: Hintere Scheiben getönt, breite Reifen, in Keilform tiefer gelegt und ganz offensichtlich ein Wackelkontakt im Schalter für das Fernlicht. Der Laie mag sich noch wundern, der Profi erkennt sofort: Dieser stolze Träger des kleinsten Penis im Umkreis von mehreren Kilometern hat es eilig.

Pflichtschuldig räume ich schon nach wenigen Kilometern die linke Spur, mein neuer Freund nutzt sofort 58 meines 60 Meter messenden Sicherheitsabstands und das Spiel geht von vorne los.

Normalerweise wäre dann jetzt auch der Zeitpunkt gekommen, auf eine Einlagerung im Langzeitgedächtnis zu verzichten. Normalerweise. Denn schon in der Ausfahrt Schnelsen-Nord stehen wir nebeneinander an der Ampel. Ich grinse, er nicht. Komisch.

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