Noch mal Glück gehabt!

Im Hauptberuflich fahre ich seit nunmehr 13,5 Monaten an mindestens fünf Tagen in der Woche mehrfach zwischen Kiel und Hamburg hin und her. Pro Tag sind das zwischen 500 und 600 km. Wenn wir fünf Wochen Urlaub abziehen und zurückhaltend überschlagen habe ich in den letzten 53 Wochen 132.500 km zurückgelegt.

Heute hat mich das erste Mal die Polizei angehalten.

Man habe mich telefonieren sehen, ich bräuchte keine Angaben machen, die Papiere bitte.

Ich hatte natürlich wirklich telefoniert, aber mit dem Headset des Diensthandys. Das Mistding ist leider so unbequem und zammelig, dass ich es selten dauerhaft am Ohr trage. Für kurze Gespräche mit der Zentrale halte ich mir das Ding sogar nur ans Ohr. Das hat den Vorteil, dass man mehr versteht und dass das Headset weder drückt noch vom Ohr fällt. Es hat aber offensichtlich auch den Nachteil, dass Zivilstreifen einen rauswinken, weil man telefoniert hat.

Als ich die Fahrzeugpapiere aus dem Dings am Schlüsselbund kramte, machte ich mich schon mal auf eine Standpauke gefasst. Die Papiere haben wir nämlich nur in Kopie im Auto. Kostet glaube ich auch schon einen Zehner, sodass ich grob überschlug mit 70 € dabei zu sein.

Während Sie mit dem Fahrzeugschein hinter dem Auto verschwand, befragte er mich nach dem Headset, das ich im Ohr trug. Mein privates. Ich nutzte die Gelegenheit und erklärte das Dilemma, verbuchte “Ja, das ist natürlich echt blöd dann.” nicht unbedingt als Verhandlungserfolg und wartete.

Die Beamten zogen sich zwecks Überprüfung zurück, kamen Minuten später wieder und beließen es bei der mündlichen Verwarnung. Die Begründung dafür war aber (zumindest nicht vordergründig) gar nicht die Headsetgeschichte, sondern ihre Begeisterung darüber, dass die Kopie des Fahrzeugscheins amtlich beglaubigt ist. Das hätte sonst keiner und sie hätten jetzt eigentlich auch gar keine Lust auf den Papierkram. Aber ich solle doch den Chef bitten ein anderes Headset anzuschaffen.

Glück gehabt!

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