Niedersächsische Kommunalparlamente geentert

Nach der Kommunalwahl in Niedersachsen am Sonntag liest man erstaunlich wenig Jubel und große Lobeshymnen auf die Erfolge der Piratenpartei.

Starke Piraten: „Am 11. September entern wir die Kommunalpolitik“, verkündeten die Vertreter der Piratenpartei vor der Wahl im Internet. Es blieb keine leere „Drohung“: 141021 Stimmen sammelten sie für Kreistage und Gemeinderäte; damit reichte es für die junge Partei auf Anhieb zu 42 Mandaten, darunter je zwei in der Regionsversammlung und im Stadtrat Hannover sowie in den Stadträten Wolfsburg und Delmenhorst. Dort lag auch die Hochburg der Piraten mit 4,8 Prozent.

Schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung sachlich. Auch in der Twittersuche finden sich nur Tweets, die ähnlich sachlich sind:

Sind schon die emotionalsten, die ich finden konnte. Die vielen Piraten in meiner Timeline sind doch sehr unaufgeregt, gemessen am bislang größten politischen Erfolg in fünf Jahren Piratenpartei. Schon am Sonntag wollte ich folgende Frage stellen, habe es mir aber bislang verkniffen, weil ich erst abwarten wollte, wie euphorisch meine Timelines in den verschiedenen sozialen Netzwerken auf das Ergebnis reagieren:

“Bin ich der Einzige, der weniger den Erfolg der Piraten als den Misserfolg der FDP sieht?”

Offenbar nicht.

4 comments on Niedersächsische Kommunalparlamente geentert

  1. Das kann gut sein. Vielleicht sind beim letzten Mal auch einfach ganz schön viele auf die Wahlversprechen der FDP reingefallen und haben sich diesmal gedacht “Diesmal wähle ich Protest und gebe meine Stimme einer kleinen Partei, die ohnehin keine Schnitte macht.”

    Insofern bin ich ganz froh, dass es zumindest nicht die Grauen Panther geworden sind….

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