Mein Zeitplan für die re:publica 12 – Tag 1

Heute geht es also los, die Nerds treffen in der Station Berlin ein. Ich mache mich auch langsam auf den Weg, vom Hostel bis zur Station habe ich es ja nicht so weit. Dort angekommen will ich mir zunächst einen Überblick verschaffen, wie es da überhaupt aussieht, bevor um 10 Uhr die offizielle Eröffnung stattfindet. Die ist mehr oder minder Pflicht, ich werde da sein. Vermutlich bleibe ich direkt zu Eben Moglens Session “Why Freedom of Thought Requires Free Media and Why Free Media Require Free Technology” sitzen, um mich ein wenig einstimmen zu lassen.

Ein weiterer Pflichttermin ist für mich auch “Why ACTA is a threat to open data and the open Web” um 12.45 auf Stage 2. Der Protest gegen ACTA ist wichtigschmichtigpopichtig und es kann nie schaden, sich um so mehr darüber zu informieren. Außerdem erhoffe ich mir ein paar Hinweise zum aktuellen Stand der Dinge.

Weiter geht es für mich dann mit Udo Vetter und “Spielregeln für das Netz – sicher publizieren in Blogs, Foren und Sozialen Netzwerken” ab 13.15 auf Stage 4. Ich bin bislang noch nie abgemahnt worden und hatte auch noch nie ernsthafte Probleme wegen etwas, das ich im Blog oder in den diversen sozialen Netzwerken gepostet habe. Sich auf dem Laufenden halten ist jedoch wichtig, um in Zukunft Schwierigkeiten zu vermeiden. Als Plan B habe ich mir noch Kixka Nebraskas Vortrag “About Me – die digitale Fassade” auf den Terminplan gelegt. Die hat mich letztes Jahr mit einem Vortrag über Profilbilder überraschend gut unterhalten und ihr diesjähriger Vortrag klingt nicht uninteressant. Wenn Herr Vetter also verkackt 🙂 dann bin ich bei Frau Nebraska. Guter Plan!

Zwischen 14.45 und 17.15 werde ich mich überraschen lassen müssen, in der Zeit habe ich keine Session gefunden, die ich besuchen wollen würde. Andererseits gibt mir das die Gelegenheit zum netzwerken, zum Leute treffen und wann war eigentlich Mittagspause? Ich werde diese 2,5 Stunden vermutlich an der re:fill-Bar verbringen. 🙂

Ab 17.15 laufen dann gleich zwei Sessions parallel, die mich interessieren. Einerseits “Make Love not Porn” mit Cindy Gallop und als Plan B “Von Leetspeak bis Ragefaces – die Kultur des Internets” mit Johannes Kretzschmar, Bastian Held und Katrin Jahns. Das verspricht fast ein wenig interessanter zu werden, andererseits hat man bei manchen Themen auch immer so ein bisschen die Angst, dass es dabei nur zum Verlesen einer Dissertation kommt. Die Frau, die das letztes Jahr zum Status Quo der deutschen Blogosphäre tat, weckt in mir immer noch großes Mitleid, vor allem wegen der offenkundig stattgefunden habenden Live-Trollerei, von der ich nur bei Twitter las.

Die einzige Session des Tages, die ich wirklich, wirklich, wirklich sehen möchte ist die um 18.45: “Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeits­arbeit” mit Marco Trovatello, Samantha Cristoforetti, Paolo Nespoli, Jocelyne Landeau-Constantin und Bob Jacobs. Die Raumfahrtagenturen DLR, ESA und NASA haben Social Media für ihre Öffentlichkeitsarbeit entdeckt und sie spielen ihre Instrumente ganz hervorragend. In der Session sprechen sie darüber und das möchte ich wahnsinnig gern sehen.

Danach bleibe ich noch für Sascha Lobos “Überraschungsvortrag” sitzen. Sascha war letztes Jahr schon sehr unterhaltsam, wie eigentlich überall wo ich ihn habe Reden hören, und das werde ich mir auch diesmal nur mit einem sehr guten Grund entgehen lassen, bevor es dann zum BBQ auf den Vorplatz der Station und zur Aftershow-Party des Social Gaming-Fabrikanten Wooga geht.

Danach wird im Hostel noch gebloggt und gepodcastet was der letzte Rest an Kondition her gibt und ich frage mich jetzt schon, wie ich das fünf Tage durchhalten will. 😀 Natürlich ist das alles nur ein sehr grober Plan, denn die wirklich wichtigen Dinge finden bei der re:publica nicht während der Vorträge statt, sondern drumherum. Wie im letzten Jahr auch schon ist diese Planung ein sehr fließendes Konzept und ich bin gespannt, welche Sessions ich mir tatsächlcih angucken werde. 🙂

Bis gleich!

2 comments on Mein Zeitplan für die re:publica 12 – Tag 1

  1. Steckdosengespräche waren gesplant, sind es immer noch, aber zumindest heute hat sich noch nichts entsprechendes ergeben. Warum, erkläre ich später noch in einem unanständig langen Blogpost und ich gelobe Besserungfür morgen. 🙂

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