Jammerlappen

Mandelentzündung. Noch ist sie nicht offiziell diagnostiziert, aber sie ist da. ich weiß es. Ich fühle mich schlapp, friere ständig und habe schlimme Schluckbeschwerden. Mittlerweile ist fühlt es sich so an, als müsste ich beim Schlucken gegen einen Widerstand ankämpfen.

Der Blick in den Spiegel zeigt: Der komplette Rachenraum ist entzündet, also werde ich wohl am Montag erstmal zum Arzt gehen und eine Ladung Penicilin verschreiben lassen.

Bis dahin schleppe ich mich durch den Tag und traue mich kaum, etwas zu essen, das man lange kauen muss. Egal wie lange ich auf dem Essen herumkaue, es fühlt sich an, als würde ich Reißzwecken runterschlucken.

Wenn ich also morgens wach werde, weil mir mein Hals weh tut, esse ich im Augenblick erstmal eine kleine Schale Eis, was zumindest für ein paar Minuten für ein bisschen Entspannung sorgt. Tee mit Honig ist auch hoch im Kurs und an Hauptmahlzeiten gibt es Suppe, Kartoffelpü und Griesbrei.

Alles sehr suboptimal, was das Thema Lebensqualität angeht. Nenn mich einen Jammerlappen, aber ich komme auf sowas einfach nicht klar, das wirft mich kolossal aus der Bahn. Ich hasse es, nicht das Essen zu können worauf ich gerade Lust habe (und dazu gehört auch, dass es Eis zum Frühstück gibt! Wirklich!) oder dass mir ständig kalt ist.

Das mag daran liegen, dass ich nicht sonderlich oft ernsthaft krank bin. Bestenfalls mal eine kleine Erkältung im Frühjahr und dann noch eine im Herbst und dann reicht’s aber auch. Wann ich das letzte Mal so richtig krank war, weiß ich aus dem Kopf überhaupt nicht. So mit Fieber und allem. Selbst als ich letztes Jahr eine Woche im Krankenhaus gelegen habe, war ich ja eigentlich nicht akut krank.

Na ja, Montag geht’s erstmal zum Doc und der muss dann sagen, wie es weiter geht. Vielleicht werde ich mit einer echten Diagnose dann auch zu Hause endlich ernstgenommen in meinem Leiden.

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