Golf-Jungstour I/2010: Green Eagle & Gut Haseldorf

Das war ja mal ein Wochenende. Herr S. hatte eine Jungstour mit mir von seiner Frau und mir geschenkt bekommen. Wir zwei und eine gewisse Menge Pils ins Wohnmobil und dann ab zum Golfen irgendwo in der Republik. In diesem Fall fiel unser Augenmerk auf die Golfpunktour, die am Freitag in Green Eagle (Winsen an der Luhe) auf dem Südkurs gastierte, und auf Gut Haseldorf, weil sie dort bei unserer zweiten Golf-Jungstour in diesem Jahr gastieren wird.

In Green Eagle erwartete uns zunächst das, was wir schon aus Hittfeld kannten: Laute Musik, leichtbekleidete Mädels und jede Menge sehr entspannter Golfer, die auf ein bisschen Spaß aus waren und es sich größtenteils schon mit einem leckeren Sponsorengetränk (u. a. Holsten) im Schatten bequem gemacht hatten.

Nach der Anmeldung haben wir ein paar Bälle über die Driving Range gehackt, etwas geputtet und uns dann zu T1 begeben, wo wir unsere Flightpartner Jan und Matthias trafen. Jan wird mit Handicap 26 geführt, spielt aber an guten Tagen 5. Matthias wiederum wird mit 10 geführt und spielt nach eigenem bekunden irgendwas um die 30. Sehr witzig gleich zu Anfang: Matthias kommt aus einem Ort, der 15 km von dem dorf entfernt ist, in dem ich aufgewachsen bin. Da muss man erst vier Jahre in Kiel wohnen und nach Winsen zum golfen fahren, um jemanden aus Manderbach zu treffen, der jetzt im Alten Land wohnt. Verrückt.

Ich werde jetzt nicht jedes einzelne Loch analysieren. Nur so viel: Die Runde hat sechs Stunden gedauert, ich habe ca. vier Liter Wasser getrunken und wenn ich der DJ gewesen wäre, wäre Kollege Farin Urlaub und sein Racing Team in der Dauerschleife gelaufen:

Es war also schon sehr heiß. Und habe ich erwähnt, dass die Runde gut sechs Stunden gedauert hat? Zum Glück gab es mehrere Stationen mit gekühlten Getränken, sodass wir zumindest unseren Flüssigkeithaushalt einigermaßen im Gleichgewicht halten konnten. Im Nachhinein etwas ärgerlich, dass ich beim Red Nose-Nearest to the Pin nicht mitgespielt habe. Mit einer Entfernung von unter drei metern zum Loch hätte ich tatsächlich gewonnen. Andererseits wusste ich vorher nicht, wie nah der Bestplatzierte am Loch dran war (hier: 9,68m) und andererseits waren meine Abschläge einfach zu ungleichmäßig. Und wer will schon 127m eintragen, nur weil er an dem Loch eine Lady geschlagen hat? 😉

Überhaupt habe ich diesmal zum Teil sehr grottig gespielt. Abgesehen von meinem alten Problem mit der fehlenden Länge bin ich jetzt nicht mehr sonderlich stabil im Oberköper, was natürlich die Fehlerquote massiv erhöht. Darauf muss ich ebenso achten, wie auch auf mehr Ruhe im Spiel. Wenn ich zu hektisch werde , geht’s auch meistens schief.

Erwähnenswert ist an der Stelle noch, dass mir dabei aber durchaus gute Schläge gelangen. Wie zum Beispiel dieser eine, bei dem Kollege S. versehentlich meinen Ball gespielt hatte und das erst am Grün auffiel. Ich bin also die 70m zurück gejoggt und habe meinen Ball gespielt. Schlecht getroffen, der wäre eigentlich deutlich über’s Grün rüber gelaufen, kam allerdings an der Grünkante einmal auf und landete genau im Loch, wo er auch liegen blieb. Aus 70m zum Par eingelocht, die Ehre erkämpft und mal schon fünf Punkte an einem Loch gemacht.

Insgesamt war ich mit 23 Punkten und einem geteilten 41. Platz doch recht zufrieden.

Mein Ergebnis: Geteilter 41. Platz

Im Anschluss wie gesagt die übliche Parkplatzparté mit Kollegen S. Dabei interessant zu beobachten: Wir haben deutlich weniger Beifall bekommen, als seinerzeit in Hittfeld, dafür aber deutlich mehr neidische Blicke. Zumindest interpretiere ich das als neidisch, was uns da zugeworfen wurde. Ansonsten saßen wir da im Prinzip mutterseelenallein, haben diverse Hopfenkaltschalen und Kurze klein gemacht und gegen Mitternacht noch ein klein wenig geputtet. Blind und zum Teil auch nur einhändig, weil man ja irgendwie sein Bier festhalten musste. 🙂

Anderntags waren wir überrascht, dass uns um kurz nach neun schon wieder die ersten Golfer vom Platz entgegen kamen. Die hatten einfach schon um halb fünf angefangen mit der Runde, damit sie nicht in die Mittagshitze rein kamen. Keine schlechte Idee, wäre mir aber zu früh. 🙂

Nach dem Frühstück ging’s dann los Richtung Haselau. Wir werden nämlich im August wieder bei der Golfpunktour dabei sein, wenn sie im Golfclub Gut Haseldorf gastiert. Weil wir ohnehin golfmäßig unterwegs waren und weil ich den Platz noch nicht kenne, haben wir einfach mal 50 € Wochenend-Greenfee investiert und uns erneut auf die Runde begeben:

Tee 1 des GC Gut Haseldorf

Schon beim Anziehen der Schuhe bemerkten wir, trotz vorher angelegter Gel-Pflaster,  unsere Blasen vom Vortag und mir wurde auf dem Weg vom Auto zum Clubhaus klar, dass die Runde wenig Spaß machen würde. Also habe ich kurzerhand ein Golfcart gemietet. Kostet wenig mehr als ein müdes Lächeln, ist gelebte Dekadenz und bringt ein völlig neues Spiel mit sich.

Sowas hätte ich gern für den Privatgebrauch Nicht, dass hier Missverständnisse auftauchen: Es ist nicht so, dass ich ab sofort auf jeder Privatrunde mit dem Golfcart über den Platz cruisen möchte. Aber an Tagen, wo wir bis zu 35° im Schatten verzeichnen und sechs Stunden auf Golfplätzen mit seeehr wenig Schatten unterwegs sind und danach noch so einen Killerplatz spielen, halte ich so ein Golfcart doch für sehr legitim. (Das Foto stammt übrigens aus der Kollektion des Kollegen S.)

Der Platz in Haseldorf ist nicht ohne Tücken, aber sehr angenehm zu spielen. Der Wind kommt eigentlich immer ins Spiel und es ist ziemlich eng dort. Selbst ich musste mich an den Gedanken gewöhnen, ein bis zwei Eisen kürzer zu greifen. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich noch neue Bälle ins Bag tun muss. Die Aktion hat meinen Vorrat dann doch deutlich dezimiert.

Insgesamt ein großer Spaß, die Quali für’s Golfpunk-Masters ist geschafft und ich freue mich wie Bolle auf das Jungs-Golfwochenende II im August.

4 comments on Golf-Jungstour I/2010: Green Eagle & Gut Haseldorf

  1. Vielleicht lag’s daran, vielleicht war ich durch das Golfcart euphorisiert und sehr wahrscheinlich völlig übermüdet. Keine Ahnung, aber ich fand’s nicht wirklich schlimm da.

  2. Ich sach es ma so: Viel schöner hätte Herr S. das WE auch nicht zusammen fassen können. Mir ist allerdings neulich noch eine Audioboo Aufzeichnung in die Hände gefallen und vielleicht sollte ich das mal verlinken…

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