Ein viel zu sachlicher Blogpost zu meinem Tag 3 der re:publica XII

Der dritte und letzte Tag der re:publica XII ging schon gleich mit einem Schreck los: Mein Einlassbämsel war schon wieder weg. Diesmal gleich morgens beim Aufwachen und wieder habe ich es nicht gefunden. Glücklicherweise haben die aufmerksamen Geister meines Hostels das Band wiedergefunden, dass ich tags zuvor vermisste und so konnte ich mir diesmal unkompliziert selbst helfen. Das Frühstück ließ ich ausfallen, denn schließlich sollte es ja Mettbrötchen geben.  Die gab esauch, aber zu spät. Ich saß bereits im (ehlrich gesagt etwas langweiligen) Vortrag von Neelie Kroes, als ich endlich erfuhr, dass das Mett endlich angekommen war. Das war ja was:

Fotografen versuchen, möglichst eindrucksvolle Bilder von Zwiebelmett-Brötchen zu schießenZwiebelmett-Brötchen

Lecker war es außerdem, also alles richtig gemacht.

Der Vortrag von Neelie Kroes war leider insofern langweilig, alsdasssie nur vom Blatt abgelesen hat. Das machte esetwasschwer ihr zufolgen, andere Speaker (denen ich einfach weniger Erfahrung mit Reden vor großem Publikum unterstelle) haben mich mehr gepackt und mitgezogen.

Der sonnenüberflutete Innenhofder Station mit hunderten Teilnehmern auf PlastikstühlenIch habe also die Stage 1 verlassen, mir erstmal einen neuen Powerpack vom Simyo-Stand geholt und an der Nokia Giftmashine immerhin ein Mars gewonnen. Copyriots war mir zu voll, die Nummer mit den Spieleentwicklern, die gesetze machen, hat mich doch nicht so sehr geflasht und so hing ich auf dem Affenfelsen ab, bis um 12.30 über twitter die DM von @alles_b kam, die ich gerne treffen wollte. Wir saßen auf dem Innenhof, tranken und quatschten über tausend Sachen. Das hätte noch stundenlang so weiter gehen können, scheiß doch auf die Sessions, die ich mir herausgesucht hatte! In der Sonne sitzen, trinken und quatschen is the real shit!

Bis auf den letzten Stehplatz besetzte Stage 1 der re:publica XII

Einen Großteil des Interviews mit dem @regsprecher habe ich noch mitbekommen. Die Stage 1 war voll bis auf den letzten Stehplatz, Steffen Seibert war bescheiden, eloquent und witzig – vor allem aber professionell. Seibert ist Medienprofi und er hat neben der Moderatorin auch den gesamten Saal in die Tasche gelächelt. Nicht falsch verstehen, sein Vortrag war prima und lässig und alles was man sich davon gewünscht hat. Aber es war vor allem eines: Eine PR-Veranstaltung für die Bundesregierung. Kiki hat das später am Affenfelsen sehr schön zusammengefasst, in dem sie sagte “Der @regsprecher hat in einer Stunde mehr Sympathie für die Bundesregierung geschaffen, als sie selber in gefühlt 75 Jahren.” Punkt.

Brötchen mit Chipotlehühnchen und dem ominösen und nicht näher bezeichneten 'Dip'.Anschließend noch ein wenig Stagehopping, chillen am Affenfelsen  und schnacken mit @denktaku, @Frau_Elise und später @taphi. Zwischendurch habe ich auch noch etwas gegessen bei den Damen vom Grill draußen. Natürlich nicht, ohne Lob für das Cateringteam loszuwerden. Die haben einen wirklich guten Job gemacht in diesen drei Tagen. Wie eigentlich jeder, der an der Organisation der re:publica beteiligt war.

Der Wechsel in die Station war eine sehr hervorragende Entscheidung. Viel mehr Platz, viel mehr Barrierefreiheit, viel mehr allgemeiner Flausch zwischen den Beteiligten. Auch wenn mir diese ekligen Hipster kolossal auf das Skrotum gegangen sind, war ich doch nicht annähernd so genervt, wie ich es zeitweise im Jahr zuvor war. Im Zweifelsfall einfach mal die Klappe halten, in die Sonne setzen und sich ein Bier aufmachen. Irgendwo auf der Welt wird es schon 16 Uhr sein.

Das Kern-Orgateam auf der Bühne der Stage 1Der großa Abschluss musste ohne “Bohemian Rhapsody” auskommen, stattdessen spielte eine Art Hippie-Orchester ein exaltiert fröhliches Lied. Dazu Johnny mit dem obligatorischen Abschluss-Flausch “Was die re:publica zu dem macht was sie ist, das seid Ihr!”  war super und die anschließende After Show-Party “#tassebier” hat Spaß gemacht, vielleicht auch weil dabei der Hipsteranteil gefühlt deutlich gesunken ist.

Für die re:publica XIII wünsche ich mir, dass das erfolgreiche Konzept von diesem Jahr so weitergeführt wird und dass die Einlassbämsel einen etwas stabileren Verschluss haben. 😉

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