Cry me a Rivva

Nun ist also der deutsche News-Aggregator, die große alte Dame des Aufspüren von Trends in der Blogosphäre – oder wie in den letzten Wochen viele sagten, die deutsche Blogosphäre selbst – von uns gegangen. Rivva.de ist down, von dem einstigen Trendfinder sind nur noch ein Screenshot und ein virtuelles Kondulenzbuch übrig geblieben.

Was die Gründe für die Abschaltung sind, das weiß wohl nur Betreiber Frank Westphal. Er teilt sie nicht mit den Benutzern von rivva.de und das muss er meines Erachtens auch nicht, denn schließlich ist das sein Projekt und er kann es nach Belieben on- und offline nehmen. Einige Kommentatoren sehen das naturgemäß anders. So schreibt zum Beispiel Peter Viehring:

Diese Entscheidung ist eigentlich nicht akzeptabel, zumal es ihr einer Begründung mangelt.

Wirklich schade. Sehr.

Ohne Worte sowas, aber meinetwegen.

Ich persönlich habe Rivva erst vergleichsweise spät entdeckt und, wie ich glaube, bis zuletzt nicht so recht verstanden. Um so spannender fand ich das Ding dann, als ich erstmal überrissen hatte, dass die Seite überhaupt nicht redaktionell gepflegt wird, sondern sich immer wieder selbst automatisch dynamisch algorhythmisch ver.., wie gesagt, ich hab’s nicht verstanden.

Tja und jetzt, wo ich mich gerade einigermaßen mit dem Ding angefreundet hatte, ist Rivva einfach weg.

Ja, das ist schade, aber wir haben es ja vorher auch irgendwie hinbekommen zu bloggen und unsere Feeds zu lesen. Die für Rivva relevanten Blogs hatte ich ohnehin alle mal irgendwann abonniert. Und die, die ich nicht abonniert habe, na ja, die werden ohnehin in der Regel von einem anderen Blog regelmäßig erwähnt.

Trotzdem: Rivva hinterlässt eine Lücke, die so schnell kein anderer Dienst wird schließen können.

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