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Schlagwort: re:publia XIII

Zu Ende

Das war's dann
Das Bändchen ist zerschnitten, damit ist die re:publica 2013 offiziell vorbei.

Alle Tweets sind gelesen, alle Nachberichte angesehen, die obligatorische “Und wie war’s?”-Umfrage der Macher ausgefüllt und alle meine Steckdosengespräche sind mittlerweile veröffentlicht, damit ist die re:publica 2013 nun wirklich zu Ende. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben, vielen Dank auch an Orga, WLAN und Catering.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt:

 

 

Nur halt mit einem anderen Hashtag. 🙂

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re:publica XIII: Nachlese

Von der diesjährigen re:publica bin ich immer noch unterwältigt. Irgendwie hat es mich in diesem Jahr einfach nicht so gepackt, die Vorträge waren fast alle nicht mein Fall und ach, ich weiß auch nicht. Obwohl es in diesem Jahr eigentlich keinen Grund gab, unzufrieden zu sein: Das WLAN funktionierte über weite Strecken sehr hervorragend, mein Club Mate-Haushalt ist wieder für ein gutes Jahr ausgeglichen, es gab reichlich Mettbrötchen, das Wetter war allerbest und meine Privatunterkunft geradenach luxuriös.

Und doch: In den wenigsten Vorträgen bin ich wirklich bis zum Schluss geblieben, da hatte ich oft etwas anderes erwartet. Vieles war mir zu trocken, zu verkopft und zu sachlich. Und – Verzeihung – ich wollte auch nicht den x-ten Vortrag über den Einfluss von Social Media auf den arabischen Raum hören. Das ist nun wirklich nicht mehr neu und dafür sehe ich hier zu große Probleme, um die wir uns vordringlich kümmern sollten. Warum haben wir es immer noch nicht geschafft, eine Netz-Lobby aufzubauen? Warum gelingt es uns nicht, Netzthemen außerhalb der re:publica in den Medien darzustellen? Das sind meines Erachtens Dinge, um die sich die re:publica mittlerweile drehen sollte, gerade angesichts von Vorratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft, Drosselkom und was sonst noch auf uns zu kommt. In dem Zusammenhang hätte ich mich auch für mehr grundsätzliche Fragen interessiert. Ich weiß zum Beispiel über viele Themen nicht genug, um qualifiziert darüber sprechen zu können. Ich habe in diesem Jahr das WLAN nicht genutzt, weil ich keine Ahnung habe, wie man einen VPN-Tunnel ins eigene Netzwerk aufsetzt – ein Workshop dazu wäre auch mal etwas gewesen.

Das soll allerdings nicht bedeuten, dass ich nicht auch sehr erhellende Vorträge gesehen hätte. Ich habe zum Beispiel einen Einblick in diese Subkultur Youtube bekommen, zu der ich zwar immer noch keinen echten Zugang finde, aber immerhin weiß ich jetzt davon. Genauso habe ich etwas über Crafting gelernt und über die Erkenntnisse der Trollforschung sehr gelacht. Auch die Erzählungen der Iron Blogger fand ich gut, zumal hier ja mal wieder ein wenig Flaute eingekehrt ist. Iron Blogging wäre für mich aber zu teuer, ich wäre der Königer der Slacker. 🙂

Aber diese latente Unzufriedenheit mit den Vorträgen führte (zusammen mit der Abendgestaltung mit Jo und Sash) eben auch dazu, dass ich nicht so recht in Blog-Laune war und meine Nachlese doch eher spät erscheint. Immerhin: In diesem Jahr gibt es endlich mal wieder Podcasts. Insagesamt werde ich sechs neue Steckdosengespräche veröffentlichen und tatsächlich komme ich damit zum ersten mal an die Freemium-Grenze von podhost.de. 30 MB stehen da jeden Monat für Uploads zur Verfügung und für die Folgen 10, 11 und 12 muss ich jetzt bis zum 19. Mai warten, wenn ich wieder freshe 30 MB bekomme.

Ich freue mich trotzdem schon jetzt auf die re:publica 14,  auf Mate, Mett, Podcasts, Blogeinträge und was sonst noch.

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re:publica XIII – Jetzt geht's (fast) los

In wenigen Stunden geht die siebte re:publica los und ich freue mir deshalb gerade einen Keks. Erstmals bin ich zur re:publica privat untergekommen, habe erstmals in Berlin auf einer Terasse mit angeschlossenem Garten gesessen, bin köstlich begrillt worden und habe auf Anhieb mit einem als “Männern gegenüber etwas heikel” beschriebenen Hund Freundschaft geschlossen.

Dieses Berlin soll gefälligst aufhören meine Vorurteile gegen die Stadt abzubauen!

Ein paar Kleinigkeiten möchte ich noch an Vorgeschichte zum Vorabend der re:publica abgeben:

  • In der Leitstelle des Hamburger Hauptbahnhofes gibt es offenbar einen Spaßvogel. 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges nach Berlin teilte man den Reisenden einen Gleiswechsel und bei Einfahrt auch noch die umgekehrte Wagenreihung mit. Panik bei den ganzen Amateurbahnfahrern, die das System “Zugfahren” noch nicht begriffen haben. Das sind übrigens die gleichen Leute, die ab Spandau im Gang stehen, damit sich bloß rechtzeitig aus dem Zug kommen. Krone der Schöpfung und so.
  • Der Hauptbahnhof ist in Sachen ÖPNV wahnsinnig schlecht angebunden. In Hamburg treffen sich alle U- und S-Bahn-Linien am Hauptbahnhof. In Berlin ist das nicht so. Ich habe es beim besten Willen nicht geschafft, einen möglichen Reiseweg zu meiner Privatunterkunft herauszufinden und bin aus lauter Verzweiflung mit dem Taxi gefahren. Knapp 10 € plus Trinkgeld, die ich gern an Sash vergeben hätte, der aber partout nicht nackt fahren wollte. 😉
  • Der Adapter meines heißgeliebten Akkupacks von Z:NEX hat etwas mehr als 10 Monate gehalten. Das ist aber auch blöd gelöst: Es gibt ein Standardkabel in das die Adapter für die verschiedenen Ladestecker rein kommen. Der für mein Handy hat sich heute am Hamburger Hauptbahnhof verabschiedet: Lötstelle gebrochen, Plastikgehäuse kapott – sehr ärgerlich. Zumal ich sonst kein passendes Kabel dabei habe und jetzt morgen zwei für’s Netzwerken eingeplante Stunden mit der Reise zu einem Elektronikmarkt nutzen kann, um ein neues Kabel zu kaufen.
  • Ansonsten gucke ich verzückt auf die Statistik für den Social Media-Zeitplan für die re:publica und drehe durch vor Freude, dass das Ding so oft verlinkt, geteilt und geklickt wird.
  • Dank der grundsätzlich sehr coolen re:publica-App habe ich mein Programm im Prinzip schon fertig, aber wie auch schon im vergangenen Jahr ist das eher ein fließendes Konzept. Es gibt nur wenige Sessions, die ich wirklich unbedingt sehen möchte;  auch in diesem Jahr wird wieder vieles an mir vorbeiplätschern und das ist auch gut so.
  • Dieses Jahr wird aber wirklich gepodcastet. Ausreden gelten nicht. Es gibt genug spannende Themen in meiner Twitter-Timeline über die es sich zu sprechen lohnt und die ich als #rp13-Nachlese peu a peu veröffentlichen kann. (Überhaupt Podcasten! Ein ganz eigenes Thema, zu dem sich ein eigenständiger Blogpost geradezu anbietet!)

Wie dem auch sei, genug ziellos aneinander gereihte Gedanken zur re:publica. Immerhin einen Teil des Social Media-Zeitplans habe ich damit eingehalten. Vorfreude: Check! Anreisechaos: Check! Kaputtes, dringend benötigtes Gadget Check! Jetzt ist Zeit für’s Bett, die nächsten drei Tage werden anstrengend genug.

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Zeitplan für die Social Media-Berichterstattung über die re:publica

Bevor ich mich auf den einmal im Jahr unvermeidlichen Weg nach Berlin mache, möchte ich jedem Teilnehmer noch schnell einen kleinen Zeitplan für die Social Media-Berichterstattung an die Hand geben. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf gerne via Kommentarfeld ergänzt werden.

Eine Woche vorher:

  • Zahlreiche Tweets und Statusupdates über die Reiseplanung nach Berlin. Für Puristen: Suche nach Mitfahrgelegenheiten mit Hashtag #followerpower, der Bitte um Retweets/Teilen und dem Hinweis, dass Verweise auf mitfahrzentrale.de stinken. Für Abenteurer: Instagrams von Flug- oder Bahntickets.
  • Getweetete Hinweise an Mobilfunkbetreiber, wonach der Bedarf nach Datenfunk rund um Station vom 6. bis 8. ansteigen wird und dass doch bitte die Kapazität zu erhöhen sei.

Ein Tag vorher:

  • Blogeintrag über Vorfreude, ggf. ausführliche Begründung, warum man welches Panel besuchen wird.
  • Rückschau auf  Ticket-Chaos zum Vorverkaufsstart, letzte Angebote für frei werdende Tickets.
  • Abends: Verzweifelte Tweets über abgesagte Mitfahrgelegenheiten, plötzliche Krankheiten und/oder kaputte Gadgets, die UNBEDINGT gebraucht werden. Alternativ erste Chaos-Meldungen von der Anreise: Autopannen, ausgefallene Flüge/überfüllte Züge, verlorenes Gepäck etc. Optional: Erste Mutmaßungen über die Funktionalität des WLANs und darüber ob die Mobilfunkbetreiber ihre Sendemasten rund um die Station verstärkt haben.

6. Mai

  • Morgens, vor neun: Instagrams vom Hotelfrühstück (für Puristen: nur vom Starbuck’s-Kaffeebecher), wahlweise zahlreiche Tweets vom heutigen oder ein Blogeintrag vom gestrigen Anreisechaos.
  • ab neun: Erste “Bin da, wer noch?”-Tweets, Instagrams vom per Laptoptasche reservierten Stuhl bei der Eröffnung
  • 9:02 erste Screenshots vom Handy, aus denen hervorgeht, dass das WLAN nicht funktioniert, zahlreiche sinngleiche Tweets in denen über die Orga geschimpft wird.
  • gegen 9:30 Uhr: Frage nach Mett, erste “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • 10:00 “Wir sind bei der Eröffnung”-Tweets mit ausgewählten Zitaten von Johnny oder Markus, anschließend ggf. gebrüllt im Innenhof vorgetragene Beschwerden über schlechte Orga (WLAN!) und mies vorbereitete Mobilfunkprovider, weil nur GPRS zur Verfügung steht.
  • gegen Mittag: Instagrams vom Mittagessen, Hinweis auf schleppende Mate-Versorgung, WLAN-Update
  • früher Nachmittag: Frage nach ökologisch einwandfreiem, fair gehandeltem Kaffee, der gefälligst in der Siebträgermaschine eines bestimmten Herstellers vom Barista-Europameister gebraut und für unter 3 Euro verkauft wird.
  • abfällige Bemerkungen über dieschlechte Orga (WLAN!) per Tweet, Facebook-Status, Google+-Update und ADN. Möglichst gleichzeitig und über sämtliche Zweitaccounts. Bitte an Mobilfunkbetreiber, doch ENDLICH die Funkmasten rund um die #rp13 zu verstärken.
  • Erste Tagesfazit-Blogeinträge, Spambots beginnen das Hashtag #rp13 zu kapern, #followerpower-Tweets mit Bitten um Hinweise auf gute Parties.
  • Abends: Partytweets, Fotos von tanzenden Füßen und/oder buntem Licht, Instagrams von Curry 36-Produkten.

7. Mai

  • Morgens: letzte Fazit-Blogeinträge vom Vortag, Instagrams vom Frühstück. Für Puristen: nur vom Starbuck’s-Kaffeebecher. Für Partygänger: vom Kaffeebecher und zwei Kopfschmerztabletten, panische “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • ab 10 Uhr: per Tweet und im Gespräch vorgetragene Beschwerden über WLAN-Qualität
  • erste Blogeinträge, die gravierende Orga-Schwächen entlarven. (Mittagessen war kalt/schlecht gewürzt/zu teuer/nicht fair gehandelt, Mate zu teuer, Barista zu freundlich (und deswegen “so gar nicht Berlin”), Herrentoilette hatte volle 17 Minuten lang keine Einweg-Handtücher, die übermäßige Verwendung von Einweghandtüchern als vermeidbare Müllüberproduktion, WLAN!!!!, furchtbare Raumaufteilung/Sessionplanung, Johnny hat im Vorbeigehen “so geguckt” etc.)
  • ab mittags: Für Nicht-Teilnehmer: Erste teils ironische Beschwerdetweets über überbordende Berichterstattung von der #rp13, für Teilnehmer: vorsichtiges Lob für die Orga, die angesichts der Verhältnisse vor Ort “das Beste draus gemacht” hat.
  • Nachmittags erste Beschwerden über “immer gleiches” Gastro-Angebot, Preise und die zunehmende Kommerzialisierung der Veranstaltung
  • Abends erste Blogeinträge “Warum ich nächstes Jahr nicht wieder zur re:publica fahren werde”, #followerpower-Tweets mit der Frage nach guten Parties, Instagrams von halbvollen Biergläsern.

8. Mai

  • Morgens: Fazit-Blogeinträge vom Vortag, getwitterte Verweise auf flickr-Alben zur Party gestern Abend. Darin: Fotos von Füßen, hochgereckten Armen und Gruppenbilder mit Bier, ironischen Duckfaces und dem bunt angeleuchteten DJ, der seinen Kopfhörer zwischen Ohr und Schulter einklemmt. Für Nichtteilnehmer: Frage “Wer ist eigentlich dieser #rp13?” twittern
  • Instagrams vom Frühstück bei Dunkin’ Donuts bzw. in irgendeinem Indie-Café (inklusive Verweisen auf das unfreundliche Personal, das “so Berlin” ist) sowie “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • Gegen 10 Uhr: Lob an die Orga für’s Aufstocken der Mate-Vorräte. ca. 45 Minuten später: Instagrams aus der Schlange vor dem Klo.
  • Resignations-Tweets in Sachen WLAN, abfällige Bemerkungen in Richtung der schlechten Orga.
  • Ironisch abfällige Bemerkungen über Sascha Lobos Frisur twittern. Seinen Twitterhandle dabei nicht in den Tweet einbauen, damit er es nicht mitbekommt. (*kchkchkchkch*)
  • Mittags Instagrams vom mit Beschwerden über das Essen, erste Gesamtfazit-Blogeinträge, die versehentlich zu früh veröffentlich wurden.
  • Erste Spekulationen über “Bohemian Rhapsody” zum Abschluss.
  • ab 16 Uhr: Tweets werden flauschiger, Lob an die Orga, die das beste aus der Situation gemacht hat.
  • Erste flauschige Fazit-Blogeinträge, aufmerksamkeitsheischende Abschiedstweets von ersten Abreisenden
  • Vorfreude auf Abschlussveranstaltung auf allen Kanälen
  • Ab 18 Uhr: harsche Kritik falls Bohemian Rhapsody nicht zum Einsatz kommt, überbordendes Lob und Handyvideos falls doch.
  • Instagrams von der Abschlussparty: Gruppenbilder mit Bier, Abschiedstweets

9. Mai

  • Letzte Gesamtfazit-Blogeinträge, Links zu flickr-Alben
  • Erste zusammenfassende Storifys
  • Kritik an Orga, Kommerzialisierung, WLAN und Gastronomie
  • Ausführliche Begründungen warum der Autor nichtmehr  bzw. auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder dabei sein wird.

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