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Schlagwort: Ich-Baustelle

JSFP223: Lebenszeichen

Ich wollte mich mal zwischendurch melden und Euch erzählen, was gerade bei mir so los ist und weswegen es so lange keine neuen Episoden gab. Spoiler: Es liegt an der Arbeit, die mir die Energie nimmt, und an technischen Problemen mit den diversen Wordpress-Installationen, die mir die Motivation rauben. Ändert aber alles nix daran, dass ich Bock auf Podcasting habe. 🙂 Um den Inhalt der Episode zusammenzufassen: Es wird weitergehen mit Jörn Schaars feinem Podcast, aber nicht mehr ganz so regelmäßig wie bisher.

 

Dauer: 0:16:21

 

Das Kleingedruckte:

Diese Episode vom Jörn Schaars feiner Podcast wurde am 09.03.2019 aufgenommen. Veröffentlicht am 09.03.2019 von Jörn Schaar unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz. Intro und Outro habe ich aus dem Song "Jenny's Theme" von Jason Shaw zusammengeklöppelt, der das "No Fees. No ©opyright Hassles. Incredibly Free." anbietet. Mit "Partnerlink" gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links zu Amazon. Für jeden Einkauf über so einen Link erhalte ich eine kleine Provision, Du zahlst deswegen nicht mehr.

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Auszeitschmauszeit

Bloggen und ich das ist schon so eine Sache. Jörn Schaars feine Seite betreibe ich schon seit 2001, seit 2005 auch mit CMS und seit 2007 blogge ich mit WordPress. Das ist eine lange Zeit, die Höhen und Tiefen gesehen hat. In den letzten paar Wochen hauptsächlich Tiefen, wenn wir mal ehrlich sind, denn wirklich viel geschrieben habe ich nicht. Und das obwohl ich nach wie vor an den “52 Songs” teilnehmen möchte.

Aber ganz oft sitze ich dann vor dem WordPress-Backend, beginne einen Blogeintrag zu formulieren und denke mir dann “Ach, komm, das ist kein Thema und vor allem ist es den Aufwand nicht wert.” Ich hadere mit meinem Schreibstil, finde keine Themen für die ich mich in dem Moment genug interessiere, als dass ich vertiefendes darüber schreiben möchte  kurzum, es ist Zeit gewesen, das Thema bloggen zu überdenken.

Doch auch das nervte mich gewaltig, weil man dann ja doch immer noch mal auf die Statistiken guckt, Spam-Kommentare löscht und eigentlich müsste man ja mal wieder was bloggen. Vor nicht ganz drei Tagen, entschloss ich mich also, mein Blog zu schließen. Seitenaufrufe, Trackbacks etc waren nicht mehr möglich – ich würde in Ruhe nachdenken können.

Ich gab mir 100 Tage Zeit, um für mich herauszufinden, ob ich Jörn Schaars feine Seite weiter betreiben möchte oder ob ich das Ding einfach versenke und es dabei belasse.

Und dann passierte etwas wunderbares: Ich sah auf einmal wieder Themen, ich ertappte mich dabei, wie ich gedanklich anfing einen Blogeintrag zu formulieren, noch bevor ich am Rechner saß. Auf einmal passierten auch wieder bloggenswerte Dinge rund um mich herum.

Ich habe keine Ahnung, owie es jetzt weiter geht. Vielleicht bin ich in 14 Tagen wieder genau so genervt wie vor drei Tagen. Vielleicht ist es mir dann aber auch egal, weil ich weiß, dass mir der Spaß am bloggen dann doch wieder nicht vergeht.

7 Kommentare

Ein guter Start in den Tag

Diese Woche habe ich 56 Stunden gearbeitet und dabei 2.938 km zwischen Kiel und dem Hamburger Flughafen zurückgelegt, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 52 km/h entspricht.

Das ist ungefähr so anstrengend wie es sich anhört.

Da ich diese Woche morgens um fünf aufstehen musste, war es heute ein bisschen wie ausschlafen, als ich um sieben Uhr aufwachte. Nachdem ich ganz meiner alten Gewohnheit folgend die Tweets der letzten Nacht nachgelesen hatte, habe ich mich endlich mal mit dem Berg Papierkram auseinandergesetzt und bin danach endlich mal wieder auf dem Wochenmarkt.

Ich hab uns mal wieder mit Käse und Gemüse versorgt. Tomaten, Gurke, Paprika, Kohlrabi, Linda-Kartoffeln und das allerbeste: Blattspinat. Bio-Eier gab’s auch noch und ein wenig Aufschnitt. Zwischenzeitlich dachte ich zwar ab und an “Puh ganz schön teuer”, aber das war mir dann auch egal. Weil auf dem Markt einzukaufen einfach Spaß macht.

Also hab ich gleich noch Brötchen von Leefen und Croissants von Restez geholt und wir haben ein ausgiebiges Frühstück genossen.

Auch wenn ich mein altbewährtes und, ja, auch ein wenig liebgewonnenes Motto “Tue nie etwas bevor Du nicht gefrühstückt hast” damit komplett vernachlässigt habe, war das ein hervorragender Start in den Tag.

Tatsächlich bin ich gerade so tiefenentspannt, dass ich weite Teile meines ursprünglichen Tagesplans ad acta gelegt habe. Ich dümpele hier noch ein wenig herum, lasse die Seele baumeln und werde nachher die übliche lange Siesta einlegen, bevor die Nacht im Newsflöz beginnt.

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Offline

Einfach mal eine Woche raus. Digital weg sein. Keine Mails, kein Twitter, das Telefon im Flugmodus in der Tasche haben, um sich bestenfalls einen Wecker für die Siesta stellen zu können. Anrufe? SMS? Nicht mit mir.

Ich bin abgehauen ins Offline-Land.

Weil das Telefon dann doch meist aus ist, trage ich zum ersten Mal seit Jahren wieder eine Armbanduhr. Das ist ungewohnt; entweder schnüre ich mit damit die Blutzufuhr zur Hand ab oder das Mistding schlackert so lose am Handgelenk, das ich Angst habe, es zu verlieren. Die richtige Einstellung zu finden dauert jeden Morgen eine halbe Stunde. Macht aber nichts, weil die Dinge im Offline-Land alle gemächlicher ablaufen.

Ich war in Taizé, diesem Phänomen internationaler Jugendbegegnung, das mit “so ähnlich wie ein Kloster mit angeschlossener Jugendherberge” nur unzureichend zu beschreiben ist.

Man ist anders an Taizé. Anders als man sich kennt. Einfacher, aufgeschlossener, entspannter. Das Offline-Land ist auch das Land der Entschleunigung. Hier gelten andere Regeln, die sich den meisten fast sofort erklären. Eine davon ist: Drei Gottesdienste am Tag, der erste vor dem Frühstück. Der Atheist in mir zuckt, fügt sich aber. Und Überraschung: Es tut gar nicht weh. Weil die Gottesdienste hier anders sind. Die Liturgie wird erst spät klar und ist auf das notwendigste reduziert. Zentrales Element ist die 10-minütige Stille. Das zusammen mit den eingängigen, fast meditativen Gesängen bringt Dich in zwei Tagen auf ein ganz neues Level der Entspannung und so weit weg von so etwas profanem wie Wochentagen, dass Du Dir am Tag vor der Abreise verwundert die Augen reibst.

Was? Schon Freitag?

Kaum ein Gedanke an Schichtpläne, Favstar, Kontostände, Flauschkartoffeln, zu gießende Blumen oder die üblichen Zwänge. Stattdessen komme ich bei mir an. Rede mit Leuten aus aller Welt über Themen, die mich in der Welt da draußen nur selten berühren und um ehrlich zu sein noch seltener interessieren.

Ich war skeptisch, ob ich her kommen sollte. Drei Gottesdienste, der erste vor dem – spärlichen – Frühstück, Bibelstunden; das bin ich nicht.

Aber es stimmt: Man muss nicht glauben, um Taizé gut zu finden.

Schon Freitag, ich muss Postkarten schreiben.

Willkommen zurück…

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