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JSFP212: Podcastkonsum

Am heutigen international Podcastday mache ich mur Gedanken darüber wie ich Podcasts konsumiere und produziere und darüber wie andere das offenbar tun. Podcast-Apps, die Intros und Stille wegschneiden, sind für mich Abfall, erhöhte Abhörgeschwindigkeit brauche ich nur in der Post-Produktion. (Discuss!) Stille im Podcast kann ein echter Kumpel sein, aber wie auch bei Kumpels im echten Leben gilt: Muss man aushalten können. Und dann gibt's ja auch noch die doofe Stille, die niemand braucht. Es ist kompliziert.

 

Dauer: 0:19:58

 

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Das Kleingedruckte:

Diese Episode vom Jörn Schaars feiner Podcast wurde am 27.09.2018 aufgenommen. Veröffentlicht am 30.09.2018 von Jörn Schaar unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported-Lizenz. Intro und Outro habe ich aus dem Song "Jenny's Theme" von Jason Shaw zusammengeklöppelt, der das "No Fees. No ©opyright Hassles. Incredibly Free." anbietet. Mit "Partnerlink" gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links zu Amazon. Für jeden Einkauf über so einen Link erhalte ich eine kleine Provision, Du zahlst deswegen nicht mehr.

4 Kommentare

  1. Sascha (@shiller79)

    Hallo Jörn, erst mal nachträglich noch alles Gute zum Geburtstag.

    Ich benutze einen Podcatcher (Podcat) mit den Funktionen schneller abspielen und Intro zu überspringen. Obwohl ich die 30 Sek. zurück Taste viel öfter benutze als die überspringen Funktion finde ich schon das ein guter Podcatcher diese Funktionen haben sollte. Aber du hast natürlich völlig recht, die Frage ist ja immer wie man diese Funktionen einsetzt.

    Die schneller hören Funktion (bei mir meistens 1,4 fach) benutze ich häufig wenn ich einen Episode die ich eigentlich schön kenne nochmal hören möchte, um eine spezielle Stelle wieder zu finden. z.B. technische Podcasts (CRE, Freakshow oder RFCE) an der die Lösung für ein technisches Problem erklärt wird. Die interessante stelle selbst höre ich dann wieder bei 1,0 ggf sogar mit Pause-Taste.
    Oder bei live-Podcasts nicht so konzentriert zuhören konnte wie ich das möchte (das Kind schreit, meine Frau hat mir plötzlich und dringend was sehr wichtiges zu sagen, der Nachbar steht mit dem Bier auf der Terrasse etc.) da es in diesem Fall aus verständlichen Gründen keine Pause und kein 30 Sek zurück Button gibt, kommt es vor, dass mir dann einzelne Kapitel nach der Veröffentlichung der Aufzeichnungen in 1,4 fach anhöre.

    Normalerweise höre ich auch das Intro und das Outro der Podcasts mit. Aber z.B. bei Em Boblo wird die ganze Staffel auf einmal veröffentlicht und ich betreibe da binge listening. Hier ist aber das Intro ca. 20 Sekunden lang, manche Episoden aber nur 1 Minute. Hier habe ich mir erlaubt das Intro auf ca. 5 Sekunden zu kürzen. Es ging mir aber gar nicht um die Zeitersparnis (bei 28 Folgen immer hin ganze 7 Minuten), ich könnte das gedudel irgendwann einfach nicht mehr ertragen 😉 (Sorry ist nicht böse gemeint)

    Die Funktion Stille zu kürzen habe ich nicht, und vermisse sie auch nicht. Vielleicht habe ich da aber auch das Glück nur gut gemachte Podcast zu hören bei denen das nicht nötig ist.

    Aber im Endeffekt will ich dir eigentlich mit diesem (jetzt doch länger geworden) Kommentar auch aus Hörer Sicht nur recht geben: Wenn es nur darum geht möglichst schnell möglichst viele Episoden von möglichste vielen Podcasts zu hören ohne wirklich zuzuhören mach das ganze kein Sinn mehr. Das schöne am Medium Podcast ist doch gerade die Zeit für Pausen und das nicht alles auf 1:30 zusammengeschnitten ist.

    P.S.: Ich habe auch einen Podcast den ich einfach so auf 1,4 fach höre: Logbuch Netzpolitik, da ist es nicht so lange so deprimierend 😉

  2. Christiane

    Ich konsumiere außerhalb der Arbeitszeit und abgesehen von der Zeit, die ich mit anderen Menschen verbringe, pausenlos Podcasts.

    Dabei teile ich ein in solche Podcasts, die ich aufmerksam hören will, weil sie mich thematisch wirklich interessieren und solche wie deinen, die ich nur als Hintergrundrauschen (wie andere Leute das Radio) laufen lasse.
    Ich möchte einfach irgendein Gequatsche im Hintergrund haben; dabei ist es mir relativ egal, worum es dabei geht, hauptsache die Audioqualität stimmt und wenn ich zwischendurch doch ein paar Minuten aufmerksam zuhöre, dann sollte es einigermaßen interessant sein.

  3. Markus aus Beckum

    Hallo Jörn,
    Danke für diese Episode zum Podcastday. Sehr interessant und eine Denkanregung 🙂 Erst fühlte ich mich ein wenig ertappt, weil ich die genannten Funktionen auch zum Teil nutze, habe aber jetzt kein schlechtes Gewissen mehr 😉

    Trotzdem noch mein Senf zum Thema:
    Ich nutze die Beschleunigung nicht. Es fühlt sich dann einfach nicht mehr richtig an, wenn ich einer Stimme zuhöre, die in einem erkennbar unnatürlichen Rhythmus spricht.

    Intros und/oder Outros kürze ich bei einigen Podcasts:
    Das sind zum einen viele Podcasts der öffentlich-rechtlichen Sender, die im Outro länglich darauf hinweisen, dass die Sendung auch da und da als Podcast abonniert werden kann… Been there, done that.

    Zum Anderen gibt es einige Podcasts, die unglaublich nervende Intros verwenden. Beim Bügeln machen die mich spätestens beim dritten Mal wahnsinnig. Hörbeispiel? Bitte:

    http://kryptoshow.libsyn.com/204-wann-wie-wo-warum-habe-ich-das-erste-mal-bitcoin-gekauft

    Pausen raussschneiden würde ich auch nicht. Wie Du sagst:
    Stille ist ein Gestaltungsmittel, Denkpausen sind manchmal wichtig.
    Außerdem ging mir auch mit dieser Funktion der Rhythmus verloren, als ich sie mal probiert habe.

    Liebe Grüße aus dem Münsterland!

  4. Dirk

    Hallo Jörn,
    ich glaube, du tust einigen Podcasthörern Unrecht, wenn du sagt, dass man es gleich sein lassen kann, wenn man Podcasts mit 1,5facher Geschwindigkeit hört.
    Auch muss ich Sascha (sie Kommentar oben) widersprechen, wenn er sagt: “Wenn es nur darum geht möglichst schnell möglichst viele Episoden von möglichste vielen Podcasts zu hören ohne wirklich zuzuhören mach das ganze kein Sinn mehr.”, denn man kann 1,5fache Geschwindigkeit hören und trotzdem wirklich zuhören!

    Ich höre nicht sehr viele Podcasts, i.d.R. jedoch recht lange (Minkorrekt, Sendegarten,…) diese jedoch ausschließlich im Auto auf dem Arbeitsweg, da ich zu Hause nicht auf die Idee käme, mir Kopfhörer aufzusetzen.
    Auch im Urlaub höre ich keine Podcasts, da ich diese Zeit nun mal mit meiner Frau verbringe.
    Der letzte Urlaub war Anfang September, und die Tatsache, dass ich jetzt erst kommentiere, zeigt, dass einiges im Podcatcher aufgelaufen ist.

    Von daher höre ich alles auf 1,5facher Geschwindigkeit, ohne mich “berieseln” zu lassen, sondern höre aufmerksam zu.

    Laut deiner Aussage, habe ich aber nur die Wahl, es ganz zu lassen, oder einige Podcasts aus dem Podcatcher zu werfen.
    Ich möchte aber weder das eine, noch das andere, sondern Podcasts hören, wie ich es mag.

    Somit kann ich auch deine Aussage nicht teilen, dass du als Produzent deine Arbeitsleistung in Frage stellst, wenn jemand 1,5fach hört.
    Im Gegenteil: Sieh es doch als Anerkennung, dass er auch DEINE Podcasts hören möchte und sie nicht aus Zeitmangel “hinten runter fallen” lässt.

    LG
    Dirk

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