JSFP004: Nervkram

Von Stranderlebnissen mit windigen Geschäftemachern. Oder so ähnlich.

Die Dauer der Episode 0:21:49Diese Episode erschien am 16. Februar 2014 um 19:26

 
Wir waren diese Woche mal schön in St. Peter-Ording und haben uns am Strand ein wenig durchpusten lassen. Vorher hatte ich aber noch mit windigen Geschäftemachern zu tun, die mich nicht nur um 20 Kilo leichter, sondern auch um 200 Euro ärmer machen wollten. Wenn Sie dann mal hören möchten?

Diese Episode hat 6 Kapitelmarken und jede von ihnen ist durchschnittlich ca. 3 Minuten und 38 Sekunden lang.

Shownotes:

Wind weht Sand über den Strand
6-7 Windstärken haben am Wochenende für einen kleinen Sandsturm am Strand von St. Peter-Ording gesorgt.

 

Transkription der Episode anzeigen

00:00–0:00:11
Music.
0:00:11–0:00:15
Und herzlich willkommen zu Jörn Schaars feinem Podcast Episode vier.
0:00:16–0:00:22
Ich habe gar nicht so wahnsinnig viel auf dem Zettel. Dieses Mal ist nicht so richtig viel los gewesen diese Woche.
0:00:22–0:00:26
Mal gucken, wo die Reise hingeht inhaltlich heute.
0:00:27–0:00:32
Tatsächlich waren wir auf Reisen und zwar gestern sind wir mal spontan rüber nach Sankt Peter Ording gefahren.
0:00:32–0:00:44
Das ist von hier eine knappe halbe Stunde und ich muss sagen, ich bin da eigentlich ganz gerne, weil da ist immer ordentlich was los. Da gibt es einen tollen, beeindruckenden großen Strand und da ist auch immer viel Wind.
0:00:45–0:00:51
Und ich war wahnsinnig überrascht, wie viel da tatsächlich los war an einem Februar Wochenende.
0:00:52–0:01:03
Und es war jetzt nicht so wahnsinnig schlechtes Wetter. Die Sonne war draußen und später hat es ein bisschen zugezogen, aber es war insgesamt ein richtig schöner, fast angenehmer Tag.
0:01:03–0:01:05
Bisschen fresh und sehr, sehr windig.
0:01:05–0:01:09
Irgendwie sechs Windstärken. Das, also das ist schon ordentlich.
0:01:11–0:01:25
Also wir haben es dann dementsprechend auch nicht allzu lange ausgehalten. Also was gut war, wir haben es tatsächlich geschafft, einen kostenlosen Parkplatz zu finden, noch im Ortsteil Bad, also in dem Ortsteil, wo sozusagen die, die das das Leben tobt.
0:01:25–0:01:38
Und da ist ja mein Mann Spruch immer wenn man in Sankt Peter Ording Geld verdienen will, dann baut man kein Hotel, dann baut man einen Parkplatz, ein Parkhaus, weil es da einfach schon mal keine Parkplätze gibt und in der Regel eigentlich keine kostenlosen.
0:01:38–0:01:45
Aber es gibt eben welche an der Hauptstraße, will ich mal sagen, mit Parkscheibe für eine Stunde.
0:01:45–0:01:52
Und da haben wir gesagt Na gut, okay, samstags riskieren wir es mal und haben dann auch ordentlich brav eine Parkscheibe hingelegt.
0:01:53–0:01:59
Denn falls ein Strafzettel kommt, ist ein an eine abgelaufene Parkuhr billiger als gar keine.
0:02:00–0:02:03
Und dann sind wir halt mal rüber zum zum Strand.
0:02:04–0:02:07
Das ist immer so ein bisschen ein kleiner Gewaltmarsch.
0:02:08–0:02:16
Also einfach von dem Punkt, wo man die die Kurtaxe bezahlt, die wir gestern auch nicht bezahlen mussten, weil offensichtlich so sehr Nebensaison ist, dass es sich nicht lohnt,
0:02:17–0:02:25
da jemanden hinzusetzen, um von da aus sind es dann halt noch gefühlte anderthalb bis zwei Kilometer, bis man wirklich dann im Sand steht.
0:02:26–0:02:30
Und ich war ganz überrascht, wie viel tatsächlich los war im Ort also.
0:02:30–0:02:34
Und auch auf dieser Brücke da zu uns zum Strand hin.
0:02:35–0:02:42
Da kamen uns tausende Leute entgegen. Also es war richtig so, also ich will nicht sagen Hauptsaison Feeling.
0:02:42–0:02:45
Aber mein lieber Schwan, das war da war ordentlich Betrieb.
0:02:46–0:02:52
Und dann waren wir. Also alles in allem haben wir vom Auto bis zum Strand eine gute halbe Stunde gebraucht. Da haben wir ein bisschen mit dem Hund rum getobt.
0:02:53–0:03:06
Im Rahmen unserer Möglichkeiten. Weil wir natürlich geistesgegenwärtig die die lange Schleppleine die 10 Meter lange vergessen haben und nur so eine ganz dünne 5 Meter Leine dabei hatten, in der sie sich relativ schnell immer verheddert hat.
0:03:06–0:03:17
Und das war irgendwie dann nicht so cool und wir waren dann aber auch ziemlich schnell durchgefroren und dann wieder zurück zum Auto betont bzw grob in die Richtung, denn wir mussten ja schließlich noch was essen.
0:03:18–0:03:22
Dann gab es für mich ein Backfisch Brötchen und für die Herzdame eine Funghi-Pizza.
0:03:24–0:03:29
Zu einem tatsächlich relativ zivilisierten Preis. Aber es ist vielleicht auch einfach Nebensaison.
0:03:30–0:03:41
Da muss man dann also das habe ich dann bezahlt 3,50 für das Fischbrötchen und 3 € für so eine kleine Pizza, die so ungefähr so groß war wie wie so ein Pappteller war auch auf dem Pappteller. Deswegen kann ich das genau sagen.
0:03:42–0:03:55
Und wie sie sagt, war es auch ziemlich lecker. Sei jedenfalls sehr gut aus, werde auch gerne mal probiert, aber ich fand das ein bisschen dreist, dann nach so einem fetten Backfisch Brötchen auch noch bei der Pizza abbeißen zu wollen, wenn die schon nicht so riesig ist.
0:03:56–0:04:04
Ja, das war eigentlich so, dass das Highlight dieser Woche. Ansonsten war nicht so viel arbeiten und normal.
0:04:04–0:04:07
Ein bisschen Sport gemacht. Nicht genug natürlich. Wie immer.
0:04:08–0:04:13
Und ach ja, Gott, habe ich mich ja auch schon wieder. Ich habe in meinem Fitnessstudio eine
0:04:14–0:04:25
Einladung bekommen, da dann kam dann so eine Mitarbeiterin sagte Mensch, wir haben schon so eine Infoveranstaltung zu so einer ganz coolen Abnehmen Geschichte 21 Tage Stoffwechselkur,
0:04:26–0:04:33
die also besser funktioniert als als Diät, weil sie eben kein Jojoeffekt hat und da kostet nix.
0:04:33–0:04:36
Vorbeikommen schadet ja nie und das kann man sich auf jeden Fall mal anhören.
0:04:37–0:04:41
Ja mein Gott, warum denn nicht? Und habe mich da tatsächlich dann reingesetzt.
0:04:41–0:04:53
Und ja, also es ist natürlich, es ist eine Diät, die aber den Stoffwechsel umbaut und die deswegen ohne Jojoeffekt funktionieren kann.
0:04:53–0:04:57
Innerhalb von 21 Tagen geht das, also ich
0:04:59–0:05:04
bin früher gegangen. Sagen wir es mal so, weil ich einfach gesagt habe nicht das ist Zeitverschwendung.
0:05:05–0:05:09
Da sind ein paar Leute, die da offensichtlich ziemlich begeistert waren und auch bestimmt unterschrieben haben.
0:05:10–0:05:17
Aber für mich. Also weiß ich nicht. Also, wenn mir jemand verspricht, dass ich eine Diät mache.
0:05:18–0:05:23
Die 21 Tage dauert und bei der ich dann ohne Jojoeffekt war.
0:05:24–0:05:27
Natürlich muss man seine seine Ernährung auch ein bisschen verändern, sagt er auch.
0:05:28–0:05:38
Aber wo ich also quasi von der Diät wieder weg hin zu einem normaleren Essverhalten gehe und dann aber kein Jojo habe, dann werde ich schon mal grundsätzlich misstrauisch.
0:05:39–0:05:46
In diesem Fall ist es dann halt auch so, dass es dann hieß Na ja, also Männer nehmen im Durchschnitt ein Kilogramm pro Tag ab, so auf die Dauer gerechnet.
0:05:47–0:05:52
Das sind also 21 Kilo, das ist schon mal ein ordentlicher, das schon mal ordentlich.
0:05:53–0:06:00
Und natürlich ist es dann so nicht wie bei jeder anderen Diät, dass dann irgendwie Haut übrig ist, die dann irgendwie unansehnlich an einem runter hängt.
0:06:00–0:06:10
Nein, nein, nicht mit dieser Kur, denn hier bildet sich die Haut zurück, wird noch straffer, man sieht jünger aus, hat mehr Energie.
0:06:11–0:06:19
Alles nur mit dieser Stoffwechsel kur. Und der Trick daran ist, da habe ich wirklich angefangen. Da musste ich ein bisschen an mich halten, dass ich nicht lache.
0:06:20–0:06:26
Im Hypothalamus ist ein genetisches Körpergewicht einprogrammiert, für jeden von uns.
0:06:26–0:06:30
Und dieses genetisch programmierte Körpergewicht, das möchte der Körper mit allen Mitteln halten.
0:06:31–0:06:39
Deswegen gibt es Menschen, die einfach essen können, was sie wollen und einfach nicht zunehmen, weil die das Glück haben, einen niedrigen sogenannten Seed Point zu haben.
0:06:39–0:06:46
Und dann gibt es eben Menschen, die gucken sich eine, die haben ganz toll abgenommen und gucken sich dann irgendwie ein Stück Kuchen an und haben sofort wieder zwei Kilo drauf.
0:06:48–0:06:56
Weil die einen höheren Seed Point haben oder eben den Fehler gemacht haben, bei ihrer Diät nicht den Seed Point, den Hypothalamus neu zu kalibrieren.
0:06:56–0:07:03
Denn das ist ja das erste. Was, was mich ganz grundsätzlich nervt, wenn Leute anfangen mit mit technischen Begriffen über den menschlichen Körper zu sprechen.
0:07:03–0:07:12
Das fängt an bei Ach, das habe ich falsch abgespeichert und es hört auf bei so Sachen wie Wir kalibrieren den Hypothalamus neu.
0:07:13–0:07:19
Was für ein Unsinn. Ich bin doch kein, ich bin doch kein Laborgerät, dass man neu kalibrieren muss. Oder dass man irgendwie eichen müsste. Oder irgend so was.
0:07:20–0:07:22
Nein, das geht schon los.
0:07:23–0:07:36
Wie funktioniert das jetzt? Na ja, also, das ist halt, wie gesagt, eine Diät, die erst mal in erster Linie darauf basiert, dass man auf Weißmehl, Zucker, Nudeln und Kartoffeln verzichtet und sich stattdessen von hochwertigem Fleisch, von reichlich Obst und Gemüse ernährt.
0:07:37–0:07:42
Und dass man pro Tag 500 bis 700 Kilokalorien zu sich nimmt.
0:07:42–0:07:51
Da würde ich jetzt erst mal spontan behaupten, auch ohne jetzt irgendwie Ernährungsphysiologie zu sein. Da nimmt jeder von ab. Und zwar ganz dramatisch.
0:07:51–0:08:04
Und weil dann eben dieses Abnehmen so dramatisch ist und weil man dann auch so ausgemergelt aussieht, weil man ja viel zu wenig Nahrung zu sich nimmt und schlechte Laune hat, muss man eben auch noch Globuli und Vitalstoffe nehmen.
0:08:04–0:08:07
Das ist der Trick an dieser Diät, denn die machen das,
0:08:07–0:08:16
dass die Haut sich so zurückzieht zurückbilden und die machen, dass man leistungsfähig bleibt, dass man also keine, keine Energie verliert.
0:08:16–0:08:24
Die machen auch, dass man eben ausschließlich die Fett abbaut, also nicht an den Stellen, wo man gemeinhin nicht abnehmen möchte.
0:08:25–0:08:29
Mir fällt jetzt bei mir persönlich keine Stelle ein, wo ich nicht gerne abnehmen möchte.
0:08:29–0:08:43
Und er hat auch bei den Männern jetzt nicht so sehr darauf geachtet. Er hat als einziges Beispiel hat er bei den hat er halt bei den Frauen die Brüste erwähnt, die ja unter Diäten möglicherweise auch ab und zu ein bisschen leiden. Das will man ja möglicherweise nicht.
0:08:43–0:08:57
Und das ist eben ganz wichtig, dass wir das alle wissen. Dass man dank Globuli den Hypothalamus direkt anspricht und vor allem dank der Globuli sich die Fettzellen öffnen und man das Fett ganz wichtig nicht ausscheidet, sondern verstoffwechselt.
0:08:58–0:09:04
Das ist auch so ein Punkt. Man verstoffwechselt Sachen. So das ganze Programm, also die, die diese Kur an sich, die kostet nichts.
0:09:04–0:09:15
Man muss allerdings bei einer speziellen Apotheke diese Vitalstoffe und die Globuli bestellen. Es gibt auch nur die eine, die das produzieren kann. Offenbar weltweit.
0:09:16–0:09:24
Und jetzt gehe ich mal speziell davon aus, dass das gar keine Apotheke ist, sondern dass da irgendwo jemand in seinem Keller den Scheiß zusammen rührt.
0:09:25–0:09:38
Und das eben auf dieser Multi Level Marketing Ebene mit Vertriebsprovision vergeigt, weil das das, was man so braucht an Ernährungsergänzungsmitteln kostet. Halt für die drei Wochen für die einen 20 Tage runde 200 €.
0:09:39–0:09:42
Die Betreuung des ganzen ist aber kostenlos.
0:09:43–0:09:53
Also das ist da alles schon mit drin. Und wie der Typ da im Vortrag das erzählt hat, ist es wohl so, dass das die Leute also ständig im Kontakt sind.
0:09:53–0:09:59
Telefon, Email, SMS, dass man also immer so ein bisschen Beratung hat oder darauf zurückgreifen kann.
0:10:00–0:10:08
Und da würde ich jetzt sagen, wenn ich jetzt jemand wäre, der so was anbietet, der also so eine Rundumbetreuung anbietet und immer erreichbar ist.
0:10:09–0:10:18
Ich würde mir das gerne bezahlen lassen, denn das ist ja auch Arbeitszeit, die da draufgeht. Auch wenn man, wenn es nur darum geht, mal eben eine SMS zu beantworten oder mal eben eine Email zu schreiben.
0:10:19–0:10:23
Aber am Ende des Tages muss man ja von irgendwas leben.
0:10:23–0:10:32
Und offensichtlich leben diese Leute sehr gut davon, dass sie die Vertriebsprovisionen von den Globuli und den Vitalstoffen einkassieren. Anders kann ich es mir nicht erklären.
0:10:32–0:10:41
Und dann ist es natürlich auch immer so bei solchen Veranstaltungen. Es ist natürlich eine Verkaufsveranstaltung, keine Verkaufsveranstaltung ohne Leute, die überzeugt sind.
0:10:42–0:10:48
Dementsprechend hatte dieser Mensch auch noch sich drei Jubelperser ins Publikum gesetzt. Leute, die also die gerade angefangen haben.
0:10:50–0:10:58
Also vom Stadium: "Ich bin jetzt noch relativ frisch, ich bin jetzt an Tag zwei bis Tag 17 waren da welche dabei."
0:10:58–0:11:08
Und dann gab eben auch welche, die gesagt haben, ich habe es jetzt schon zweimal gemacht und ich fange jetzt dann demnächst das dritte Mal an, weil ich noch mehr abnehmen will und noch immer noch die Fette übrig sind, die auch noch weg müssen.
0:11:09–0:11:14
Und das ist dann also ja, das war ganz wichtig, dass die auch noch mal zu Wort kamen.
0:11:14–0:11:23
Und witzigerweise saß wie durch Zufall im Publikum auch jemand, der sich vorgestellt hat als Homöopath und Arzt.
0:11:24–0:11:33
Und der sagte tatsächlich so Sachen wie Na ja, ich komme ja jetzt nicht aus dem Muskelaufbau Bereich, sondern ich sehe das ja mehr von der wissenschaftlichen Seite.
0:11:35–0:11:39
Ich habe mir mal diese Ernährungspläne angeguckt. Das ist echt gut. Das ist wirklich vernünftig.
0:11:40–0:11:48
Und da hakt es bei mir aus. Das war der Moment, wo ich gesagt habe Okay, jetzt seid ihr, jetzt hat er völlig verloren.
0:11:50–0:11:58
Es ist ja eine Sache, wenn sich jemand vorne hinstellt und sagt, das funktioniert super und der auch noch Bilder zeigt von Leuten, die,
0:11:59–0:12:06
beeindruckende Erfolge erzielt haben und wahnsinnig fett offensichtlich verloren haben und, und und.
0:12:07–0:12:13
Na ja, nach einer wie auch immer definierten Art gut aussehen oder besser aussehen, das ist das eine.
0:12:14–0:12:23
Und wenn da Leute im Publikum sitzen, die, wie sie selber sagten, schon alles probiert haben an Diäten, die also so ein bisschen verzweifelt sind, wenn die darauf reinfallen, okay.
0:12:24–0:12:36
Und wenn er dann auch noch jemanden hinsetzt, der sagt Ja, ich habe das selber probiert und oder ich habe da selber hervorragende Erfahrung mit gemacht, der auch im Publikum sitzt und sich als zugehörig outet.
0:12:37–0:12:46
Dann ist das noch eine Sache. Aber wenn man jemanden nimmt, der Arzt ist oder zumindest behauptet es zu sein und eine Homöopathie Praxis betreibt,
0:12:47–0:12:53
wenn der sich zu Wort meldet und also die gesamte Kompetenz von Halbgott in weiß.
0:12:53–0:13:00
Ich habe Medizin studiert, ich weiß wovon ich spreche. Ich sehe das wissenschaftlich. Das ist ein gutes Produkt, oder? Das ist ein guter Plan.
0:13:02–0:13:08
Dann wird es unseriös. Vor allem eben mit diesen Heilsversprechen. Ich habe da mal ein bisschen rum gegoogelt.
0:13:09–0:13:17
Ich werde jetzt weder die Firma verlinken, noch werde ich das in den Shownotes weiter erwähnen, weil ich dem keinen Vorschub leisten möchte.
0:13:18–0:13:24
Ich habe da ein bisschen nach gegoogelt und die tauchen halt in ganz vielen Bewertungsportale auf.
0:13:24–0:13:34
Yelp Und so weiter, wo Leute also wirklich sehr, sehr positiv darüber schreiben, das fast schon so ein bisschen so ein werblichen Charakter hat, was sie da von sich geben.
0:13:34–0:13:43
Und es gibt eben auch ein paar Artikel, Blogeinträge hauptsächlich oder Foren Artikel, wo es darum geht, was ist denn das für ein Laden?
0:13:44–0:13:46
Und offensichtlich.
0:13:47–0:13:53
Mal weg von dieser Fitness Sparte, die Sie offensichtlich da auch noch im Sortiment haben, gibt es eben auch die solche,
0:13:54–0:14:02
Werbeaussagen auf diesem Bewertungsportal, wo es dann heißt Naja, seitdem ich diese Kur mache oder seitdem ich diese Produkte benutze, habe ich auf einmal keine Schmerzen mehr.
0:14:02–0:14:05
Das konnte sonst niemand heilen. Und passend sind sie, seitdem ich das mache.
0:14:05–0:14:14
Also ein allumfassendes Heilsversprechen zu einem dafür wirklich überschaubaren Preis.
0:14:15–0:14:23
Wenn das wirklich der Erfolg ist, das man 20 Kilo in drei Wochen abnimmt, was abgesehen davon einfach furchtbar ungesund ist, dann eigentlich,
0:14:24–0:14:35
wenn man eine Diät macht oder wenn man wenn man abnimmt und gezielt abnehmen will, dann sollte man maximal ein oder höchstens anderthalb Kilo pro Woche anpeilen. Und bloß nicht mehr, das ist viel zu viel.
0:14:35–0:14:39
Das kann der Körper, glaube ich, gar nicht. Ich habe das mal, mal irgendwo.
0:14:40–0:14:46
Ich habe das ja selber schon mal gemacht. Es gibt auch bei mir im Blog die Rubrik Speck weg-Antenne, mit der ich das dokumentiert habe. Damals war das,
0:14:47–0:14:59
das war eine On Air Aktion bei uns in Koblenz, wo es also darum ging, dass ich abspecken musste und habe das also mit Sport und mit so einem Ernährungs Konzept dann auch tatsächlich ganz gut hinbekommen.
0:15:00–0:15:12
Und da war eben immer so dieser, dieser Satz beim Wiegen, beim wöchentlichen Sie haben zu viel abgenommen, Sie haben schon und das ist diese Woche, jetzt geht das irgendwie Richtung zwei Kilo oder so was. Da müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht zu viel Sport machen.
0:15:14–0:15:21
Das habe ich mir bis heute zu Herzen genommen. Und wer sagt, der Arzt hat damals auch gesagt Essen Sie ein bisschen mehr. Auch das mache ich bis heute.
0:15:23–0:15:29
Er sagte auch damals im Rahmen dieser Diät Also ein Stück Schokolade wäre ja in Ordnung. So eine Tafel Schokolade ist ja auch ein Stück.
0:15:30–0:15:36
Es sei denn, man kauft eben diese eine, die ihnen in kleinen Stücken kommt, in dieser Pappschachtel von Aldi. Wie heißen die denn?
0:15:36–0:15:39
Weiß ich nicht mehr. Aber das ist. Ja, das sind Anfängerfehler.
0:15:40–0:15:41
Nein, das ist natürlich alles Quatsch.
0:15:43–0:15:50
Also, wie gesagt, ich habe wenig, wenig seriös Klingendes, Gutes darüber gelesen, über diese Produkte und über dieses Konzept.
0:15:50–0:16:01
Und das hat mich einfach kolossal geärgert, weil das einfach ja zwei Stunden vertane Zeit waren, die ich da verbracht habe. Und das ist einfach nicht cool.
0:16:02–0:16:08
Also abgesehen davon, dass es eben ganz offensichtlich in diesem Raum so 40 Leute gab,
0:16:08–0:16:18
die da doch deutlich unkritischer mit umgegangen sind, mit dem, was sie da gehört haben, oder die vielleicht einfach so verzweifelt waren, dass sie gesagt haben Gut, hier habe ich relativ wenig Aufwand,
0:16:19–0:16:25
ich muss nur ein bisschen weniger essen und diese komischen Globuli nehmen und dann purzeln die Pfunde buchstäblich von ganz alleine.
0:16:26–0:16:29
Laut dem Vortragenden muss man auch gar nicht so wahnsinnig viel Sport machen.
0:16:29–0:16:42
Ein kleines bisschen moderates Training hilft dabei, ist aber nicht zwingend notwendig. Es geht auch so und das ganze soll auch noch gesund sein und und. Man fühlt sich besser, obwohl man weniger ist.
0:16:42–0:16:45
Nee, also das war unseriös bis.
0:16:46–0:16:52
Na, ich will das Wort Betrug nicht in Mund nehmen, aber wenn wir es mal ernsthaft überprüft, glaube ich.
0:16:53–0:17:01
Könnte man fast in die Richtung sich gedrängt fühlen. Ich will das vermeiden. Ich möchte eigentlich auch gar nicht über. Ich möchte eigentlich über schönere Sachen reden.
0:17:01–0:17:07
Andererseits war das eigentlich schon im Wesentlichen, das das Gesprächs vertiefte, was ich diese Woche hatte.
0:17:09–0:17:14
Insofern bleibt mir dann nur noch der versprochene Hinweis auf auf die Podcasts.
0:17:14–0:17:26
Ich habe letzte Woche es irgendwie versäumt, einen empfehlenswerten Podcast im Sortiment zu haben und auch diese Woche fällt das ein bisschen knifflig ausgiebig auch gern zu.
0:17:26–0:17:35
Denn ich werde jetzt keinen Ausschnitt vorspielen, denn dafür gibt es einfach zu viele Sachen, die ich da gerne rausschneiden wollen würde.
0:17:35–0:17:43
Und zwar haben Alex und Alexa von Hoaxilla so ein Special gestartet, nämlich Crime. Ich habe das,
0:17:44–0:17:50
ich habe vorher lange keine Podcasts gehört. Das wäre und habe auch nicht. Ich folge den weder bei Twitter noch bei Facebook.
0:17:50–0:17:52
Deswegen habe ich das alles nicht so richtig mitgekriegt.
0:17:53–0:18:00
Es ist jetzt halt irgendwie so und so ein Special Ding, was sie immer mal wohl einstreuen und wo sie sich mit Leuten aus dem Bereich der Kriminalistik unterhalten.
0:18:00–0:18:12
Und als erste Gesprächspartnerin hatten Sie Lydia Benecke, das ist eine Psychologin, die in einer sozial-therapeutischen Anstalt arbeitet, wo also die die ganz schweren,
0:18:13–0:18:17
Leute eingesperrt sind, die ganz harten Jungs.
0:18:17–0:18:23
Und sie arbeitet außerdem auch noch in einer Ambulanz in einer ambulanten Stelle.
0:18:24–0:18:29
Und es geht in beiden Fällen wohl hauptsächlich um Psychopathen, mit denen sie zu tun hat.
0:18:30–0:18:34
Fälschlicherweise. Offensichtlich denken da immer alle sofort an Hannibal Lecter.
0:18:35–0:18:41
Das ist halt so der Vorzeige-Psychopath. Das ist aber eben nicht alles, was es an an Psychopathen gibt. Das ist wohl ein ziemlich weites Feld.
0:18:42–0:18:46
Wahnsinnig spannend, wie sie das erzählt. Die Soundqualität ist leider ein bisschen Mittel,
0:18:47–0:18:58
weil es eben über ein Skype Interview ist und sie natürlich jetzt nicht so ein hochwertiges Mikrofon benutzt wie die meisten Leute, die wie zum Beispiel Alexa und Alexander mit ihren Podcast.
0:18:58–0:19:05
Das klingt dann alles nicht so wahnsinnig toll und das finde ich dann auch ein kleines bisschen anstrengend zu hören.
0:19:05–0:19:17
Also ich kann es nicht komplett durchhören, obwohl es wahnsinnig spannend ist, was sie alles erzählt, weil sie halt auch echt sehr, sehr nah, natürlich sehr, sehr kompetent ist aus ihrem täglichen Umgang mit diesen Leuten,
0:19:18–0:19:21
weil sie selber da auch in Anführungszeichen so ein bisschen privat forscht.
0:19:21–0:19:29
Also sie hat jetzt auch ein Buch geschrieben, das heißt "Auf dünnem Eis die Psychologie des Bösen". Das verlinke ich euch auch zusätzlich noch in den in den Shownotes.
0:19:29–0:19:36
Und da geht es eben um die Frage Was macht einen Psychopathen aus? Also in dieser Episode von Hoaxilla Nummer 148 ist es.
0:19:37–0:19:40
Was macht den Psychopathen aus? Sind alle Psychopathen irre Massenmörder?
0:19:42–0:19:47
Also, das kann ich schon mal vorwegnehmen. Nein, stimmt nicht. Aber Lydia schafft es ganz prima,
0:19:50–0:19:56
das so ein bisschen zu erklären, dass man sich so ein bisschen in den Kopf von so einem Psychopathen versetzen kann. Und das fand ich wahnsinnig spannend.
0:19:57–0:20:08
Und ich habe auch echt ein bisschen Lust bekommen auf das Buch. Ich glaube, ich schreibe mir das einfach auf meine Amazon Wunschliste und hoffe einfach mal, dass irgendjemand früher oder später wird ja dann mal jemand denken Mensch!
0:20:09–0:20:12
Klicke ich da mal drauf. Ja, das mache ich auf jeden Fall.
0:20:13–0:20:27
Und ich würde euch empfehlen, diese Folge von Hoaxilla anzuhören. Natürlich müsste er auch alle anderen Folgen von Hoaxilla anhören, weil die beiden das echt gut machen. Aber mit diesem neuen Segment Crime, das finde ich spannend. Da bin ich mal gespannt, wie viel es davon noch geben wird.
0:20:27–0:20:42
Das ist eine Stunde 17 lang. Wie gesagt, ich höre da jetzt schon seit nicht drei vier Tagen dran. Immer mal so ein bisschen häppchenweise, weil es, wie ich finde, ein bisschen anstrengend ist. Zumal in den Situationen, in denen ich Podcast höre, nämlich auf dem Weg zur Arbeit und zurück.
0:20:43–0:20:57
Also man kann es nicht zu leise hören. Ich kann das nicht so leise hören, damit ich, weil der Straßenverkehr so laut ist, dass ich dann nichts mehr mitbekomme. Und ich kann es aber auch nicht so laut hören, weil eben die das tut dann ein bisschen weh in den Ohren.
0:20:58–0:21:02
Das ist aber alles nicht so schlimm, damit kommt man ja klar, weil der Inhalt ist in diesem Fall wettmacht.
0:21:03–0:21:10
Gut, ich würde sagen, dabei belassen wir es dann für diese Woche. Das soll dann mal wieder reichen. Ich will jetzt auch nicht groß ins Labern kommen und dann noch irgendwie künstlich Länge machen.
0:21:12–0:21:16
Ich glaube, das ist auch gar nicht unbedingt notwendig, dass man sich so eine Mindestmenge vorsetzt.
0:21:16–0:21:22
Ich glaube maximal eine halbe Stunde ist irgendwie für so ein Laber Podcast und Tagebuch Podcast ganz cool.
0:21:23–0:21:26
Aber wenn es weniger ist, dann muss man ja auch nicht zwingend.
0:21:26–0:21:36
Insofern vielen Dank fürs Zuhören. Danke für die Aufmerksamkeit und nächste Woche an dieser Stelle gibt es dann wieder eine neue Ausgabe von Jörn Schaars feinem Podcast. Bis dann.
0:21:36–0:21:49
Music.

 

Das Kleingedruckte:

Diese Jörn Schaars feiner Podcast-Episode wurde am 16.02.2014 aufgenommen und veröffentlicht. Sie steht unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License-Lizenz. Zu hören ist: Jörn Podcastcover: Siegfried Fock, Tobias Migge Musik: Jason Shaw ("Jenny's Theme", CC-BY-SA)