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Schlagwort: Parté

Chili-Katastrophe

Muttern und ich haben eben das Silvester-Chili vorbereitet. Wohlweislich am Tag der Party, denn immer wenn wir uns bereits am Vortag darum gekümmert haben, war es den Gästen durch die Bank zu scharf. Jetzt ist aber der GAU eingetreten. Der Vorrat an den einzigen wirklich wohlschmeckenden Chili-Bohnen der Republik ist erschöpft. Für die letzte Dose ist Muttern seinerzeit bis Oberwesel zu Tengelmann gefahren und jetzt sind keine mehr da.

Auf dem Etikett steht, dass die HL Foods Limited in Spalding (England) diese Bohnen produziert. Nur haben die Gammler keine eigene Website. Die kostenlose Kundenhotline habe ich über vier Ecken gefunden, aber kann man da nicht auch einfach eine Email schreiben? Wäre das zu viel verlangt? Nach allem, was ich bisher weiß, ist die HL Foods Limited ein reiner Verpackungsbetrieb, der die Lebensmittel fertig angerührt bekommt und alles nur noch in Dosen presst. trotzdem dürften die meiner Meinung nach durchaus eine eigene Seite in diesem Webnetz haben, von dem man jetzt soviel hört.

Na gut, wieder eine Mission für das neue Jahr. Ich werde also nächste Woche mal da anrufen. Wenn ich herausgefunden habe, was “Händlerverzeichnis” auf englisch heißt. Ideen anyone?

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Kultur am Samstag

Am Samstag hatte ich, nach einer etwas kurzen Nacht, das Vergnügen mich tagsüber am Flughafen Hamburg herumtreiben zu dürfen. Schön die Rollfeldrundfahrt mit vorherigem Vortrag am Modell des Flughafens, das übrigens sehr geil ist, mitgenommen. Das war ein großer Spaß. Zu Hause gegen 18 Uhr, eine schnelle, und reichhaltig belegte, Pizza von Tasty Pizza für vergleichsweise kleines Geld und dann war es auch schon Zeit für die zweite Attraktion des Tages: Salontenor Daniel Malheur im Prinz Willy.

Wie sind wir darauf gekommen? Nun, bei einem spontanen Treffen bei Frau U. mit ein wenig Bier ging es unter anderem auch um die Wochenendplanung. Wir kamen recht schnell überein, dass uns die Teilnahme am Laternenumzug mit dem Havanna Bollerwagen mit 12 € dann doch zu teuer war und wir noch eine Gegenparty brauchen würden um die Zeit bis zur anschließenden Laternenparty im Havanna anständig überbrücken zu können.

Frau U. hat bei der Gelegenheit kurz die Station aufgeschlagen und auf den ersten Blick die Ankündigung des Auftritts von Daniel Malheur gesehen. Das war also gebucht.

Im Prinz Willy finde ich es recht gemütlich: Lauter weiche Sessel an kleinen wackeligen Resopaltischen und einigermaßen faire Getränkepreise. Es war ganz gut besucht, aber da wir früh genug da waren, bekamen wir gute Plätze mit astreinem Blick auf die Bühne.

Dort hatte Daniel Malheur schon sein Trichtergrammophon, einen Ständer mit diversen Hüten und einen Halter für die Schellackplatten aufgebaut. Es dauerte nicht lange bis wir das Programm bekamen, wobei “Pogramm” der falsche Ausdruck ist, denn der Abend stand ja unter dem Motto “Die menschliche Jukebox”. Das lief so ab: Er rief “Jetzt!” und dann plärrten etwa sechzig Leute aus vollem Hals die Nummer eines der Lieder auf der Doppelseite DIN A/4. Drei davon wurden gespielt und dann ging das Spielchen von vorne los.

Die Musik bewegte sich zeitlich irgendwo zwischen 1908 und 1941 glaube ich. Sehr schöne Lieder, die er einfach prima präsentiert hat. Vor allem gefiel mir, dass er zu jedem Lied sowas wie einen kurzen geschichtlichen Abriss gegeben hat zum Beispiel dadurch, dass er aus einer Berliner Zeitung von 1923 vorgelesen hat. Schönes Ding.

Nach der letzten Zugabe haben Frau U. und ich (mal wieder) noch etwa fünf mal “Dann trinken wir jetzt noch eins hier und gehen dann rüber ins Havanna.” gesagt bevor wir dann, nach dem dezenten Hinweis jetzt wäre langsam Zeit zu schließen, tatsächlich gingen. Bettschwere war erreicht, der Pegel stimmte auch einigermaßen und die Luft im Havanna war dann doch eher dickflüssig, sodass es dort tatsächlich bei einem Absackerbier blieb, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Das machen wir jetzt öfter.

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Die Lehren des Wochenendes (9)

  • Die Ständige Vertretung is ne joode Lade.
  • Abende die früh beginnen sind meistens auch früh wieder zu Ende.
  • Das Problem an Kölsch ist, dass man dazu neigt schneller zu trinken als die Meldung “Kritischer Pegel erreicht, Alkoholzufuhr stoppen!” das Gehirn erreicht. So hat man beim Genuss von Kölsch immer mindestens 6 bis 9 Bier zu viel.
  • Wenn man am nächsten Morgen krank aufwacht, wird man in Hamburg-Hohe Luft bestens medizinisch versorgt. (Danke noch mal!)
  • Hühnerbrühe zum Auflösen wirkt Wunder nach dem Saufen. Zwei Tassen, löffelweise getrunken und dazu zwei Aspirin – läuft.
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Die Lehren des Wochenendes (8)

  • Nur weil man “Ab in den Süden” nicht kennt, heißt das nicht, dass man es nicht durchaus erfolgreich bei Singstar interpretieren könnte.
  • Yioni und rzechi können Bierbedarf sehr genau abschätzen.
  • Navi-Susi ist eine Zicke sonder gleichen und rächt sich für wiederholtes ignorieren ihrer Anweisungen damit, den Fahrer ständig im Kreis zu schicken.
  • Der Tag der offenen Hose beim NDR ist genau dann vorbei wenn Jörn ankommt.
  • Der Crepe-Vogel beim Tag der offenen Hose des NDR muss ein Anfänger gewesen sein. (ich habe mich noch nie so konsequent mit einem Nutella-Crepe eingesaut. Ich habe aber auch noch nie einen gegessen der so vollumfänglich auseinander gefallen ist.)
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Die Lehren des Wochenendes (7)

  • Nur weil man etwas sagt, darf man nicht davon ausgehen, auch gehört zu werden.
  • Ein Bier zu kriegen, wenn in der Stadt ein Schiff getauft wird, dauert mitunter ganz schön lange.
  • Eine Wurst zu kriegen, wenn in der Stadt ein Schiff getauft wird, dauert mitunter ganz schön lange.
  • So toll ist A-Ha jetzt auch nicht.
  • Angelika Volquartz und öffentlich gehaltene Reden passen nicht so recht zusammen.
  • Ein Programmheft ist eher als eine unverbindliche Richtlinie zu verstehen.
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