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Jörn Schaars feine Seite Posts

Tag 9 – Filmschauplätze

Heute würde wieder einer dieser Tage werden, an denen wir hauptsächlich in der U-Bahn sitzen oder die Mischung aus Sonne und Wind genießen: Wir haben Filmschauplätze abgeklappert.

Klick = groß Als erstes waren wir auf dem Empire State Building. Im Vergleich zum Rockefeller Center echte Beutelschneiderei. Es ist teurer und man wartet wesentlich länger. Oben ist naturgemäß die Hölle los, aber die Aussicht entschädigt für alles. Einfach umwerfend.

Die Fahrt zum Flushing Meadows Corona Park lohnt sich. Sie dauert eine Weile, aber sie lohnt sich. Die U-Bahn fährt allerdings nur bis zum Shea Stadium (Home of the Mets) und man läuft ein ganz ordentliches Stückchen, aber der Park ist ganz nett.

UniDie Unisphere war unser Ziel. Die riesige Weltkugel in deren Nähe nicht nur das Finale von “Men in Black 1” stattfindet, sondern die auch im Vorspann vom King of Queens zu sehen ist. Schönes Ding.

Gleich dahinter stehen die drei Türme, deren Namen ich nie herausgefunden habe. Macht aber auch nichts, denn jetzt haben wir endlich Bilder von ihnen. In “Men in Black” sind die Scheiben auf den Türmen alte Ufos und der Bösewicht versucht mit einem davon, die Erde zu verlassen. Ein wahrhaft bedeutender Moment für uns alle.

Ghostbusters HauptquartierZurück in Manhattan haben wir das Hauptquartier der Ghostbusters besucht. North Moore Ecke Varick Street. Da ist eine Feuerwehr-Station drin mit extrem lockeren Feuerwehrleuten. Nach dem obligatorischen Foto von außen haben wir kurz geklopft und gefragt, ob wir kurz reinkommen dürfen für ein paar Fotos. Die haben tatsächlich das Original-Ghostbusters-Zeichen aus dem Film an der Wand hängen.

Nach einem kurzen Abstecher zu Gray’s Papaya (Stirb langsam 3) waren wir in der New York Public Library. Die kommt kurz in Ghostbusters 1 vor und man kann dort kostenlos ins Internet. Das war natürlich was. Die New Yorker haben nämlich für nichts Zeit. Schon gar nicht zum langsam Sprechen oder gar dabei den Mund aufzumachen. Der Mann am Info-Schalter hat also irgendwas genuschelt und in Richtung zweier Computer gezeigt, bevor er was von “get your card” sagte.

Neben den Computern hing ein Automat aus dem ich für einen Dollar Gebühr eine Karte bekam, also bin ich damit wieder zu ihm hin und hab gefragt, was ich denn jetzt zu tun hätte um ins Internet zu kommen.

NYPL LesesaalDas muss der Moment gewesen sein, in dem er begriffen hat, dass wir nur auswärts sprechen und er hat zumindest etwas langsamer erklärt, dass ich mich zunächst an einem der PCs registrieren müsse, dass dann ein Bild von mir gemacht werde und ich dann meine Karte bekäme mit der ich berechtigt sei ins Internet zu gehen. Aha.

Das hat dann ja auch funktioniert und nach ein paar Fotos von diesem beeindruckend schönen Lesesaal haben wir noch etwas Windowshopping auf der 5th Avenue eingelegt und den Tag langsam ausklingen lassen.

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Tag 8 – Schneisenshopping

Dieser Tag stand kom-plett im Zeichen des ungezügelten Konsums. Mit dem Bus sind wir zur Jersey Gardens Outlet Mall gefahren. 100 Outlet-Geschäfte unter einem Dach, überall Teppich und gute Musik in einer angenehmen Lautstärke im gesamten Komplex. Dazu zum Teil unglaubliche Preise, deutsche Einkaufszentren können sich hier einige dicke Scheiben abschneiden.

Unser erster Gang führt uns zu Steve & Barries. Die hatten gerade Eröffnungswochen und kein Teil war teurer als 5,98 $. Nach einigem Suchen hatten wir ungefähr fünf Tüten voll. Gleich nebenan haben wir Old Navy gefunden und ich noch einige Hemden. Bei Reebock haben wir drei Paar Schuhe gekauft und dabei das dritte für umme bekommen, so hat Thorsten seine neuen Reebock Pump-Treter für ziemlich genau 30 $ gekriegt.

Daffy’s, H & M und wie diese ganzen Läden alle hießen, nach dem Mittagessen (Burger King, Jörn hat vor lauter Gier die Alternativen übersehen) hatten wir ca. ein Drittel der Mal gesehen und waren schon mit acht proppevollen Tüten ausgerüstet.

Um es kurz zu machen, wir haben aufgehört einzukaufen, weil wir einfach nicht noch mehr tragen konnten.

Abends gab es für uns noch ein paar Whiskey in der Motor City Bar und einen Bagel vom American Choice Deli.

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Tag 7 – Coney Island

Mit diesem Kapitel werde ich mir bei den New York-Fans möglicherweise einige Feinde machen. Aber wie heißt es so schön? Jeder Jeck ist anders.

Unser einziger Regentag hätte eigentlich nach einem Besuch im MoMA geschrien. Aber Thorsten und Marco kamen mit ihrem Totschläger-Argument “Ich hab mir das neulich mal im Internet angesehen und, mal ganz ehrlich: Das ist nicht so toll.” Sei’s drum, wir waren im UN-Hauptquartier und haben uns durch einige Sitzungssäle führen lassen.

Coney Aus einer gewissen Langeweile heraus haben wir uns anschließend nach Coney Island in Bewegung gesetzt. Vielleicht ist Mitte März an einem Regentag einfach eine blöde Zeit. Vielleicht wird Coney Island aber auch einfach nur überbewertet: Die Fassaden der Häuser sind abgeblättert, am Strand liegen Glasscherben und Steine – nicht so der Knaller.

Nathan’s Famous, der Erfinder des Hotdogs, macht wirklich gutes Essen, da gibt’s mal nix. Allerdings haben wir später auch in Manhattan Filialen gefunden. Egal. Nach diesem Snack wollten wir bei Totonno’s Mittagessen. Das ist die älteste durchgehend im Familienbetrieb befindliche Pizzeria Amerikas, wenn ich jetzt nicht vollkommen daneben liege.

Der Weg dahin führte uns schon durch eine Gegend, die ich jetzt mal als “nicht so prickelnd” bezeichnen möchte. Totonno’s selbst besticht durch seinen schlechten, unfreundlichen Service. Trotz Regen mussten wir draußen warten und der Drachen des Hauses war dann auch noch beleidigt, dass wir nach zehn Minuten beschlossen hatten, eine Pizza zu mitnehmen zu bestellen.

40 Minuten sollte es dauern, Marco und Tina sind derweil schon mal wieder ins Hotel gefahren. Thorsten und ich waren auf der Suche nach einem Geldautomaten und gleichzeitig etwas irritiert von der Gegend die sich uns dann zeigte. Meine Spinnensinne klingelten und obwohl das vielleicht ein Foto wert gewesen wäre, habe ich die Spiegelreflex mal schön in der Tasche gelassen, das war mir nicht sehr geheuer.

Die Pizza war es allerdings wert, das muss man einfach sagen. Superlecker auch nach der 45minütigen Fahrt von Coney Island ins Hotel.

Der Tag fand ein gemütliches Ende bei ein bisschen Fernsehen und einem Whiskey in der Motor City Bar. Der Service dort ist freundlich und die Atmosphäre ist düster aber cool. Die punkig-rockige Musik trifft meinen Geschmack, schade dass wir diese Perle nicht am Freitag oder Samstag besucht haben, da boxt vermutlich der Papst im Kettenhemd.

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Tag 6 – Samstagsentspannung

Auch den Samstag haben wir langsam angehen lassen. Warum auch hetzen, schließlich sind wir ja im Urlaub. Das Wetter war prima: Schön sonnig, aber es wehte ein ordentlicher Wind und es war etwas frisch.

Central Park Running Track Unser Tag begann im Central Park. Wir haben eine schöne Runde um das Jackie Kennedy-Onassis-Reservoire gedreht. Zusammen mit etwa 2000 Joggern, die trotz der selbst für unsere Verhältnisse (man nennt Hirzenhain nicht umsonst “Hessisch Sibirien”) niedrigen Temperaturen teilweise nur mit Turnschuhen und einer kurzen Hose bekleidet waren. Ein paar schöne Fotos vom See und den Häusern drumherum haben wir geschossen, das Licht war einfach phänomenal.

Mittagessen gab’s bei Burger King, bei dem Thorsten den Triple Whopper für sich entdeckt hat. Zumindest waren wir danach mit dem internationalen Fast Food-Vergleich durch.

Top of the Rock war noch mal Pflicht bei dem tollen Wetter. Den Wind sieht man ja auf den Bildern zum Glück nicht.

Unser eigentlicher Plan, den Flushing Meadows Corona Park zu besuchen, hat sich auf Grund der Renovierungsarbeiten an der Subway 7 verabschiedet. Stattdessen haben wir noch ein bisschen rumgenullt und waren abends am Time Square. Thorsten hat eine Karrikatur von sich machen lassen und Abendessen gab’s von Villa Pizza.

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Tag 5 – Mehr Sightseeing und lecker Essen

Bei uns war es heute verdächtig ruhig. Für einen Freitag. Allerdings hatte Tina auch mit Kopfschmerzen zu kämpfen und war nur bedingt einsatzfähig. Trotzdem haben wir eine Menge unternommen und dabei den Tag fast ausschließlich in der U-Bahn verbracht.

USS Intrepid Der Tag begann nicht, wie ursprünglich geplant, mit einem frühen Besuch bei Century 21, weil wir verschlafen hatten. Stattdessen sind wir nach einem gemütlichen Frühstück zur USS Intrepid gefahren. Das ist ein Flugzeugträger, der 1974 außer Dienst gestellt wurde und heute ein Museum beherbergt. Für 16,50 $ plus Steuern bekommt man einen groben Eindruck davon, wie man auf einem Flugzeuträger lebt und arbeitet. Dazu gibt es eine große Flugzeugausstellung im Hangar und auf dem Flugdeck. Leider fehlen bei den meisten Einrichtungen erklärende Tafeln und so läuft man hauptsächlich durch die Eingeweide des Schiffs und muss sich selbst zusammenreimen, was hier wohl passiert sein mag.

Trotzdem sehr beeindruckend, Thorsten hat allein hier ungefähr 100 Bilder gemacht. Zum Vergleich: Ich bin mit 5 ausgekommen.

Mittagessen gab es von Gray’s Papaya, Marco konnte von dem Zeug echt nicht genug bekommen. Ich hätte auch gerne mal was anderes ausprobiert, aber na ja, wenn wir schon mal da sind…

Miss LibertyAls nächster Programmpunkt war die Staten Island Ferry vorgesehen. Das ist eine Pendlerfähre, die kostenlos zwischen Manhattan und Staten Island hin- und herpendelt. Dabei kommt sie erfreulich nah an der Freiheitsstatue vorbei von der wir einige hübsche Fotos gemacht haben.

Auf Staten Island haben wir uns nicht sonderlich lange aufgehalten, sondern haben gleich die Rückfahrt nach Manhattan genommen. Bei der Gelegenheit gab es reichlich Fotos von Manhattan.

Auf dem Weg Richtung Hotel haben wir einen Zwischenstopp bei K-Mart eingelegt. Hauptsächlich in der Futter-Abteilung, denn auf Dauer ist das Angebot von Duane Reede doch sehr begrenzt und das American Choice Deli hat ganz schon gesalzene Preise für Brotaufstrich und Co. Vier dicke Tüten später waren wir schon in der U-Bahn nach Hause.

Im Hotel haben wir eine kurze Siesta eingelegt und waren Abends im East Village. Zumindest mal kurz, denn Tinas Kopfschmerzen sind eher schlimmer geworden. Eigentlich wollten wir zu John’s of Bleeker Street und dort die legendäre Pizza probieren, aber wir hatten nicht reserviert und keine Lust auf langes Schlange stehen. Also ein paar Meter weiter zu Caliente Cab Co. Da gibt’s mexikanisches Essen zu moderaten Preisen. Die Margeritas sollen riesig sein, aber das kann ich nicht beurteilen, denn ich hatte einen leckeren Caipirinha, der mich aber 15 $ gekostet hat. Soviel wie mein Hauptgang. Das kam dann doch etwas überraschend, aber wenn schon kein Preis da steht, hätten wir ja fragen können.

Ich wäre ja noch weitergegangen, aber den anderen stand der Schock über unsere 94 $-Rechnung (plus Steuern und Trinkgeld) noch ins Gesicht geschrieben und wir sind zurück zum Hotel. Thorsten und ich haben bei der Gelegenheit den Hinweis auf Gaffel-Kölsch beim Loreley gleich nebenan entdeckt und uns später noch auf “ein Kölsch” verzupft. Okay, es waren vier Kölsch, aber ein sehr netter Abend. Nur für einen Freitagabend ein bisschen kurz.

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