Per SMS zum großen Geld

Kürzlich bekam ich eine SMS mit folgendem Inhalt:

+4915252020729: Hi, Ich bin Monique Liem, ich bin Anwältin. Ich möchte Geld in Ihrem Land investieren und brauche Hilfe.Kontakt unter: m.liem@robertmcallisterpartners.com

Im ersten Moment zweifle ich an der Seriösität dieser Kontaktanbahnung, denn von allen Menschen bei denen man sich Tipps zu Anlagemöglichkeiten in Deutschland holen kann, stehe ich vermutlich eher im hinteren Mittelfeld. Zwar noch ein gerüttelt Maß vor einem durchschnittlichen Dschungelcamp-Teilnehmer, aber eher hinten. Hinzu kommt, dass Robert McAllister & Partner eine internationale Rechtsanwaltskanzlei mit Büro unter anderem in Berlin ist und dass der Laden witzigerweise Steuer- und Anlageberatung im Portfolio hat. Was also könnte eine Mitarbeiterin dieser Firma bewegen, ausgerechnet mit mir, ausgerechnet per SMS Kontakt aufzunehmen und mich überdies um Hilfe bei einem Investitionsvorhaben zu bitten? Ausgerechnet mich? Klingt mein Name für Anwaltsohren womöglich nach “Chef der nigerianischen Staatsbank”? Wie wir wissen, sitzt der arme Mann auf Koffern voller Kohle, die er ständig per Email anbietet, aber nicht los wird.

Sei’s drum, meine große Stunde ist gekommen. Jemand sucht meine Hilfe bei einem offenbar großformatigem Investitionsvorhaben. Das KANN und werde ich nicht per SMS oder Email abarbeiten. Mein Plan steht schnell fest: Ich muss mit Monique Liem persönlich Kontakt aufnehmen!

Erstes konspiratives Telefonat

“Die Nummer der Berliner Niederlassung von Robert Mcallister und Partner ist schnell recherchiert”, dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn. Stimmt aber gar nicht. Google verweist nur auf die Kanzleiseite, weder auf das-oertliche.de noch mit Hilfe von gelbeseiten.de ist ein Eintrag zu finden. Also entstaube ich mein Schulenglisch und wage den Anruf in der Londoner Hauptstelle.

Meine Überraschung ist entsprechend groß, als niemand ans Telefon geht. Minutenlang tönt das Freizeichen, plötzlich ein Knacken in der Leitung und (Hier bitte dramatische Musik einfügen!) eine deutsche Stimme, die mir sagt, ich sei mit der Vodafone-Mailbox einer Nummer verbunden, die mit 0174 beginnt. Ich lege auf. Verschreckt, verunsichert starte ich eine erneute Googlesuche.

Googeln (oder Googlen – welche Schreibweise stimmt?)

Auch der Cross-Check mit mehreren Suchmaschinen ergibt das gleiche Muster: Die Anwaltskanzler Robert McAllister & Partners taucht nur mit ihrer eigenen Domain in der Suche auf. Der Name wird weiter unten in der Liste noch für diverse Filmfiguren und einen Arzt angegeben. Wie jeder gute Rechercheur gehe ich nun einen Schritt weiter und tue etwas, auf das der gemeine Internetnutzer nie kommen würde: Ich schaue mir auch die Seiten zwei und drei der Ergebnisliste von Google an.

Auf Seite drei finde ich einen weiteren Hinweis. Ein Robert McAllister hat 1992 in Denver jemanden so erfolgreich in einer Wahlbetrugssache verteidigt, dass es im Anschluss Champagner und Konfetti für alle gab. Denver? Nicht London? Irrelevant, wie sich herausstellt, denn angesichts von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen McAllister gab er nur neun Jahre später seine Zulassung als Anwalt ab und wurde im November unter anderem wegen Betrugs und Geldwäsche verurteilt und gegen eine Kaution von 25.000 $ entlassen.

Kann das wirklich der Robert McAllister sein, der zusammen mit seinen Partnern eine Rechtsanwaltskanzlei in London mit Außenstellen in Berlin und Madrid betreibt?

Weitere Ungereimtheiten

Eine whois-Abfrage der Domain robertmcallisterpartners.com irritiert mich:

Date Registered: 2012-8-11
Date Modified: 2012-11-8
Expiry Date: 2013-8-11
DNS1: ns1-president.vivawebhost.com
DNS2: ns2-president.vivawebhost.com
Registrant    
Clerk Host: Ammar Munaf    
Email:    
 Sf#4 shopping center dhoraji colony   
 74800 Karachi   
 Pakistan   
 Tel: +92.923222202733

Pakistan? Auslaufdatum der Domain am 11.8.2013? Und überhaupt erst seit August online? Das passt mit den Ermittlungen gegen Robert McAllister aus Denver zusammen? Aber Pakistan? Und wer ist dieser Ammar Manuf? Ein Anagramm von “Mama Rum Fan”, ja, aber das hilft mir auch nicht weiter, denn ich möchte das ganz große Geld verdienen. Per SMS.

SMS-Gespräch zwischen Monique Liem und mir

Mir bleibt keine Wahl: Ich muss auf die SMS von Frau Lier antworten. Im folgenden werde ich den Gesprächsverlauf protokollieren. Um das Ganze übersichtlicher zu gestalten, färbe ich die SMS von Frau Liem grünlich ein und meine gelblich.

Hi, Ich bin Monique Liem, ich bin Anwältin. Ich möchte Geld in Ihrem Land investieren und brauche Hilfe.Kontakt unter: m.liem@robertmcallisterpartners.com

 

Email ist zu unsicher, lieber SMS.
Worum geht es, wie kann ich helfen?

Auch drei Tage später habe ich noch keine Antwort. Soll ich Frau Liem vielleicht mal anrufen? Was meint Ihr?

Tags: Bidde?, Jörn investigativ

Zeitplan für die Social Media-Berichterstattung über die re:publica

Bevor ich mich auf den einmal im Jahr unvermeidlichen Weg nach Berlin mache, möchte ich jedem Teilnehmer noch schnell einen kleinen Zeitplan für die Social Media-Berichterstattung an die Hand geben. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf gerne via Kommentarfeld ergänzt werden.

Eine Woche vorher:

  • Zahlreiche Tweets und Statusupdates über die Reiseplanung nach Berlin. Für Puristen: Suche nach Mitfahrgelegenheiten mit Hashtag #followerpower, der Bitte um Retweets/Teilen und dem Hinweis, dass Verweise auf mitfahrzentrale.de stinken. Für Abenteurer: Instagrams von Flug- oder Bahntickets.
  • Getweetete Hinweise an Mobilfunkbetreiber, wonach der Bedarf nach Datenfunk rund um Station vom 6. bis 8. ansteigen wird und dass doch bitte die Kapazität zu erhöhen sei.

Ein Tag vorher:

  • Blogeintrag über Vorfreude, ggf. ausführliche Begründung, warum man welches Panel besuchen wird.
  • Rückschau auf  Ticket-Chaos zum Vorverkaufsstart, letzte Angebote für frei werdende Tickets.
  • Abends: Verzweifelte Tweets über abgesagte Mitfahrgelegenheiten, plötzliche Krankheiten und/oder kaputte Gadgets, die UNBEDINGT gebraucht werden. Alternativ erste Chaos-Meldungen von der Anreise: Autopannen, ausgefallene Flüge/überfüllte Züge, verlorenes Gepäck etc. Optional: Erste Mutmaßungen über die Funktionalität des WLANs und darüber ob die Mobilfunkbetreiber ihre Sendemasten rund um die Station verstärkt haben.

6. Mai

  • Morgens, vor neun: Instagrams vom Hotelfrühstück (für Puristen: nur vom Starbuck’s-Kaffeebecher), wahlweise zahlreiche Tweets vom heutigen oder ein Blogeintrag vom gestrigen Anreisechaos.
  • ab neun: Erste “Bin da, wer noch?”-Tweets, Instagrams vom per Laptoptasche reservierten Stuhl bei der Eröffnung
  • 9:02 erste Screenshots vom Handy, aus denen hervorgeht, dass das WLAN nicht funktioniert, zahlreiche sinngleiche Tweets in denen über die Orga geschimpft wird.
  • gegen 9:30 Uhr: Frage nach Mett, erste “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • 10:00 “Wir sind bei der Eröffnung”-Tweets mit ausgewählten Zitaten von Johnny oder Markus, anschließend ggf. gebrüllt im Innenhof vorgetragene Beschwerden über schlechte Orga (WLAN!) und mies vorbereitete Mobilfunkprovider, weil nur GPRS zur Verfügung steht.
  • gegen Mittag: Instagrams vom Mittagessen, Hinweis auf schleppende Mate-Versorgung, WLAN-Update
  • früher Nachmittag: Frage nach ökologisch einwandfreiem, fair gehandeltem Kaffee, der gefälligst in der Siebträgermaschine eines bestimmten Herstellers vom Barista-Europameister gebraut und für unter 3 Euro verkauft wird.
  • abfällige Bemerkungen über dieschlechte Orga (WLAN!) per Tweet, Facebook-Status, Google+-Update und ADN. Möglichst gleichzeitig und über sämtliche Zweitaccounts. Bitte an Mobilfunkbetreiber, doch ENDLICH die Funkmasten rund um die #rp13 zu verstärken.
  • Erste Tagesfazit-Blogeinträge, Spambots beginnen das Hashtag #rp13 zu kapern, #followerpower-Tweets mit Bitten um Hinweise auf gute Parties.
  • Abends: Partytweets, Fotos von tanzenden Füßen und/oder buntem Licht, Instagrams von Curry 36-Produkten.

7. Mai

  • Morgens: letzte Fazit-Blogeinträge vom Vortag, Instagrams vom Frühstück. Für Puristen: nur vom Starbuck’s-Kaffeebecher. Für Partygänger: vom Kaffeebecher und zwei Kopfschmerztabletten, panische “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • ab 10 Uhr: per Tweet und im Gespräch vorgetragene Beschwerden über WLAN-Qualität
  • erste Blogeinträge, die gravierende Orga-Schwächen entlarven. (Mittagessen war kalt/schlest gewürzt/zu teuer/nicht fair gehandelt, Mate zu teuer, Barista zu freundlich (und deswegen “so gar nicht Berlin”), Herrentoilette hatte volle 17 Minuten lang keine Einweg-Handtücher, die übermäßige Verwendung von Einweghandtüchern als vermeidbare Müllüberproduktion, WLAN!!!!, furchtbare Raumaufteilung/Sessionplanung, Johnny hat im Vorbeigehen “so geguckt” etc.)
  • ab mittags: Für Nicht-Teilnehmer: Erste teils ironische Beschwerdetweets über überbordende Berichterstattung von der #rp13, für Teilnehmer: vorsichtiges Lob für die Orga, die angesichts der Verhältnisse vor Ort “das Beste draus gemacht” hat.
  • Nachmittags erste Beschwerden über “immer gleiches” Gastro-Angebot, Preise und die zunehmende Kommerzialisierung der Veranstaltung
  • Abends erste Blogeinträge “Warum ich nächstes Jahr nicht wieder zur re:publica fahren werde”, #followerpower-Tweets mit der Frage nach guten Parties, Instagrams von halbvollen Biergläsern.

8. Mai

  • Morgens: Fazit-Blogeinträge vom Vortag, getwitterte Verweise auf flickr-Alben zur Party gestern Abend. Darin: Fotos von Füßen, hochgereckten Armen und Gruppenbilder mit Bier, ironischen Duckfaces und dem bunt angeleuchteten DJ, der seinen Kopfhörer zwischen Ohr und Schulter einklemmt. Für Nichtteilnehmer: Frage “Wer ist eigentlich dieser #rp13?” twittern
  • Instagrams vom Frühstück bei Dunkin’ Donuts bzw. in irgendeinem Indie-Café (inklusive Verweisen auf das unfreundliche Personal, das “so Berlin” ist) sowie “Hilfe, mein Einlassbändchen ist weg!”-Tweets
  • Gegen 10 Uhr: Lob an die Orga für’s Aufstocken der Mate-Vorräte. ca. 45 Minuten später: Instagrams aus der Schlange vor dem Klo.
  • Resignations-Tweets in Sachen WLAN, abfällige Bemerkungen in Richtung der schlechten Orga.
  • Ironisch abfällige Bemerkungen über Sascha Lobos Frisur twittern. Seinen Twitterhandle dabei nicht in den Tweet einbauen, damit er es nicht mitbekommt. (*kchkchkchkch*)
  • Mittags Instagrams vom mit Beschwerden über das Essen, erste Gesamtfazit-Blogeinträge, die versehentlich zu früh veröffentlich wurden.
  • Erste Spekulationen über “Bohemian Rhapsody” zum Abschluss.
  • ab 16 Uhr: Tweets werden flauschiger, Lob an die Orga, die das beste aus der Situation gemacht hat.
  • Erste flauschige Fazit-Blogeinträge, aufmerksamkeitsheischende Abschiedstweets von ersten Abreisenden
  • Vorfreude auf Abschlussveranstaltung auf allen Kanälen
  • Ab 18 Uhr: harsche Kritik falls Bohemian Rhapsody nicht zum Einsatz kommt, überbordendes Lob und Handyvideos falls doch.
  • Instagrams von der Abschlussparty: Gruppenbilder mit Bier, Abschiedstweets

9. Mai

  • Letzte Gesamtfazit-Blogeinträge, Links zu flickr-Alben
  • Erste zusammenfassende Storifys
  • Kritik an Orga, Kommerzialisierung, WLAN und Gastronomie
  • Ausführliche Begründungen warum der Autor nichtmehr  bzw. auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder dabei sein wird.

Habe ich etwas vergessen? Ab in die Kommentare damit!

Tags: Jörn unterwegs, Nerdkram, rp13

Gesehen: 2-Headed-Shark Attack

Brooke Hogan und Carmen Electra in Gefahr

In “2-Headed-Shark Attack” geht es, wie der Name schon sagt, um einen zweiköpfigen Hai, der eine Klasse von College-Studenten dezimiert. Auf der Verpackung ist die Rede von einer (phonetisch viel passenderen) High School-Abschlussklasse, aber da ging es wohl nur um den Gag. Die Klasse befindet sich auf einer Exkursion irgendwo nahe der Bahamas. Nur so – und vielleicht noch mit dramatugischen Gründen – ist es zu erklären, warum fast die gesamte Klasse halbnackt herumläuft. Hier erstmal der Trailer:

 


(DirektHai)

Im Unterschied zu anderen Filmen des Genres erfahren wir hier nicht, woher der Hai stammt. Finden sich noch in Jurassic Shark, Supershark und Sharktopus teils flammende Vorwürfe gegen skrupellose Chemie- und Öl-Konzerne, so interessiert die Ursache für die offensichtliche Mutation hier niemanden. Dafür ist streng genommen auch keine Zeit, denn während durch den Einfluss des Hais das Ausflugsschiff der Studenten sinkt, retten sie sich auf ein nahegelegenes Atoll. Doch auch das bietet keine Rettung: Denn die Insel versinkt plötzlich stückweise im Meer.

Über Story oder gesunden Menschenverstand brauchen wir uns bei einem Film dieser Kategorie bekanntlich keine Gedanken machen. Sei es nun die ständig wechselnde Entfernung zwischen Ausflugsschiff und dem Atoll, sei es das Atoll selbst, dessen Aussehen und Lage sich von Einstellung zu Einstellung verändern oder die schauspielerische Leistung, die die Bezeichnung “hölzern” insofern nicht verdient, als das eine Beleidigung für Holz wäre: Großartig wie Kate (gespielt von Brooke Hogan) zunächst erzählt, dass sie mit 12 an einem Strand mal einen 1,80 großen Hai gesehen hat, der aber schnell das Interesse verlor und weiter schwamm, die dadurch aber so traumatisiert wurde, dass sie seitdem nicht mehr ins Wasser gegangen ist. Und noch beeindruckender mit welcher Routine sie sich wenige Minuten später das Tauchgeschirr anlegt, um unter Wasser den Rumpf des Ausflugsschiffes zu schweißen. Oder die beiden Mädels, die – aus dramaturgischen Gründen oben ohne -zusammen mit einem Klassenkameraden ins Wasser vor exakt dem Atoll gehen, vor dem ein zweiköpfiger Hai zuvor für diverse Tote gesorgt hat und die – oh, Wunder – ebenfalls verspeist werden.

Noch mal zu Brooke Hogan. Erinnert sich noch jemand an diese MTV-Dokusoap um Familie Hogan (“Hogan Knows Best”), in der sich alles in Brookes Leben darum drehte, Schauspielerin/Sängerin zu werden? Das wurde später sogar noch mal Thema einer eigenen Spinoff-Serie namens “Brooke Knows Best”, die auch auf MTV ausgestrahlt wurde. Letztlich sind bei ihren Bemühungen drei Filme herausgekommen: Nämlich dieser hier, “Little Hercules in 3D” und “Sand Sharks” gemeinsam mit ihrem Bruder Nick. Das finde ich zumindest bemerkenswert.

Tags: Nerdkram, Rezension

Lieblingstweets im März

Tja, was soll ich über den März groß sagen? Monatsmäßig ist der März immer etwas unspektakulär, weil er nach dem ersten Monat des Jahres und dem kürzesten Monat des Jahres an und für sich nicht viel zu bieten hat. Diesmal versuchte der März sich mit einem neuen Papst, diversen Feiertagen, der Zeitumstellung und dem allgemeinen Winter-Mimimimi a la “Früher™ gab es ja im März wenigstens noch etwas Frühling oder wie das damals hieß” ins Gespräch zu bringen, aber das ist ein zu durchschaubarer Versuch, zu bemüht, März ich habe keine Rosefür Dich. Wenigstens die Tweets in meiner Timeline waren sehenswert. Hier meine Auswahl der besten 20:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bonustrack:

 Mehr sensationelle Tweets finden sie auch in diesem Monat in der Liste von “Lieblingstweets woanders” der sehr hervorragenden Frau Schuessler. Lohnt sich mal wieder außerordentlich.

Tags: Netzgedöns, Twitter

War die Zerstörung des Todessterns ein Inside-Job?

Das folgende Video wirft einige Fragen auf. Wie konnte ein einzelner Pilot mit so wenig Kampferfahrung wie Luke Skywalker die am stärksten bewaffnete Raumstation der gesamten Galaxis mit nur einem Schuss zerstören? Hatte er Unterstützung? Wie passt es zusammen, dass nur ein Mitglied der Besatzung des Todessterns den Angriff überlebte und dass dieses Crew-Mitglied ausgerechnet Lukes Vater Anakin ist? Nur eine Verschwörungstheorie? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Sieh selbst:

(DirektVerschwörung)

Tags: Nerdkram, Netzgedöns

Gesehen: The Cabin in the Woods

Ich bin noch nicht hundertprozentig sicher, wie ich “The Cabin in the Woods” finden soll. Wir hatten den Trailer mehrfach im Kino unseres Vertrauens gesehen und waren uns nicht sicher, ob wir uns trauen sollen den Streifen zu sehen. Am Wochenende boten sich diverse Klicks in der T-Entertain-Videothek an und für 3,99 € war das Ding für die nächsten 48 Stunden auf der Festplatte. Hier erstmal der Trailer:


(DirektCabin)

Der Film ist völlig anders, als man es vom Trailer erwartet. Ja, es geht um College-Kids, die einen Wochenend-Trip in eine Hütte im Wald machen und sich sadistischer Hinterwäldler-Zombies gegenüber sehen. Aber es geht eben nicht nur darum. (Es fällt mir schwer, das ohne Spoiler zu erzählen.) Im Trailer wird ja angedeutet, dass finstere Mächte die Abläufe im Wald steuern, ja, Regie über die Ereignisse führen. Dass dieser Aspekt im Film eine Rolle spielen würde, war mir klar. Aber auch hier hätte ich nicht gedacht, dass die finstere Macht im Hintergrund so thematisiert werden würde, wie es “The Cabin in the Woods” tut.

Es ist wirklich schwer, das ohne Spoiler zu erzählen. Deshalb:

Spoiler-Alarm!

Hilft ja nix.

Die Regiesseure der Begegnung zwischen College-Kids und Redneck-Zombies sind die ersten, die im Film auftauchen. Sie treffen sich in ihrer Zentrale und gehen mit einer Tasse Kaffee scherzend und plaudernd in den Regieraum. Und so wird immer wieder zu den beiden Männern und ihrem Team geschnitten: Da werden Wetten darauf abgeschlossen auf welche Weise die Opfer zu Tode kommen, da wird gelacht und gefeiert, wenn alles geklappt hat.

Das nimmt dem Film den Horror und gibt ihm etwas absurdes. Der Horror, dem die Teenies ausgesetzt sind, wird nahezu komplett gesteuert, dahinter steckt ein riesiger Apparat von Menschen und zahllosen Monstern. Die übernehmen den eigentlichen Akt des Tötens der Opfer, denn nichts anderes sind die College-Kids: Opfer in einem jahrtausendealten Ritus, um “Die Alten” ruhig zu halten. Uralte Götter, die einst über die Erde herrschten und die ganze Welt vernichten werden, wenn sie nicht regelmäßig nach einem bestimmten Ritual ihr Opfer bekommen. Und dieses Steuern, das ist für die beiden Männer ihr völlig normales Äquivalent zum 9-to-5-Bürojob.

</Spoiler-Alarm>

Grundsätzlich mochte ich den Film, weil er in diesen Joss Whedon-Momenten so wunderbar absurd ist. Ich mochte auch die parodistischen Elemente, wie zum Beispiel im Trailer als Curt (Chris “Thor” Hemsworth) vorschlägt, dass die Gruppe sich besser aufteilen und auf keinen Fall zusammenbleiben sollte und Kiffer Marty (Fran Kranz) nach mehreren Sekunden der Stille völlig verständnislos fragt “Echt jetzt?”. Das macht die Qualität des Films aus: Er nimmt das Genre des Teenie-Horrorfilms genüsslich auseinander und spielt gekonnt mit unseren Erwartungen an so einen Film. Das ist es wahrscheinlich, was mich den Film gleichzeitig auch nicht mögen lässt: Er erfüllt die Erwartungen nicht, die der Trailer aufgebaut hat. Ich hatte mir das anders vorgestellt und deshalb ließ mich der Streifen auch ratlos zurück. Obwohl: Das könnte auch am etwas laschen Ende gelegen haben, da möchte ich mich nicht so recht festlegen.

Wer die Drehbücher von Joss Whedon mag, der kommt um “The Cabin in the Woods” nicht herum. Auch Fans des Genres sollten sich die Anschaffung des Films überlegen. Rechts gibt es die Möglichkeit, die BluRay bei Amazon zu bestellen. Mit der Bestellung unterstützt Du den sehr hervorragenden NYC Guide der Familie Reichwein, mit denen ich wirtschaftlich nicht verbunden bin.

Tags: Rezension

Leben wir in einer Computersimulation?

Matrix und weniger bekannte Filme wie “Welt am Draht”, “Simulacron-3″ oder “Gehirne im Tank” spielen die Möglichkeit durch: Menschen leben innerhalb einer Computersimulation und wissen es überhaupt nicht. Science-Fiction, sagen die einen. “Könnte gut sein”, sagt der schwedische Philosoph Nick Bostrom, der bei heise.de wie folgt zitiert wird:

“Der Bau einer Matrix, die simulierte Gehirne mit Bewusstsein enthält, wäre außerordentlich schwierig. Jedes Wesen, das ein solches Kunstwerk vollbringen könnte, könnte fast sicher auch verhindern, dass Störungen in der Matrix von ihren Bewohnern bemerkt werden. Selbst wenn einige Menschen Unregelmäßigkeiten feststellen würden, könnte der Architekt die Simulation ein paar Sekunden zurückdrehen und so wieder abspielen, dass die Unregelmäßigkeit völlig ausgeschlossen wird, oder die Unregelmäßigkeit einfach aus dem Gedächtnis dessen streichen, der etwas Verdächtigtes bemerkt hat.”

Heisenberg, übernehmen Sie!

Dass wir in einer Art Matrix leben, ist natürlich eine sehr steile These. In meinen Augen ist allein die Beschäftigung mit dieser Möglichkeit zumindest ein Indiz dafür, dass wir eben nicht Teil einer Computersimulation sind. Wenn ich so eine Computersimulation bauen könnte, dann würde ich jedenfalls alles daransetzen, dass die Einwohner meiner Matrix nicht herausbekämen, dass sie in Jörn Schaars feiner Matrix gefangen sind. Sprich: Ich würde das ganze Gedöns so programmieren, dass überhaupt keiner von denen die Existenz einer allumfassenden Computersimulation auch nur im Ansatz für möglich halten könnte. Ja, ich würde selbst Filme wie “Matrix” und Konsorten nicht stattfinden lassen. Wobei die Nicht-Existenz des zweiten und dritten Teils hauptsächlich aus einem gewissen Verantwortungsbewusstsein für meine Simulationsbewohner resultieren würde.

Aber wie wäre es, in einer Computersimulation zu leben?

1. Das hier wäre ein Basic Runtime Error:

 2. Endlich mal wieder ein schöner Bluescreen!

Ein blauer Himmel

Der Bluescreen der Natur

3. Kernels gäbe es in Sonnenblume, Kürbis, Pinie und Pistazie.

Ein L aus Kernen. Ein Kern-L.

Ein L aus Kernen. Ein Kern-L.

4. Irgendwas mit Mikrochips

In einer Tüte Chips liegen auch einige stark zermahlene Chips.

Lauter Mikrochips

5. Wir hätten IMMER Windows offen (Badumm-tsss!)

Ein Auto voll mit Schnee und offenem Fenster

Windows offen haben wäre cool (via)

Wie wäre Dein Leben in der Matrix?

Tags: Nerdkram, Netzgedöns

Gelesen: ‘Papa, ich geh zum Zirkus!’

Titelbild von 'Papa, ich geh zum Zirkus!'“Papa, ich geh zum Zirkus” ist – glaube ich – das erste eBook, das ich je gelesen habe. Keine Ahnung weshalb, aber bisher konnte ich mich dem Medium eBook gegenüber noch nicht recht erwärmen. Und das obwohl ich tagtäglich stundenlang Sachen am Bildschirm lese – warum sollte ich das nicht auch mit Büchern tun?

Wie auch immer, meine eBook-Premiere habe ich als sehr gelungen empfunden, was vermutlich an der lockeren Schreibe von Sascha Bors liegen dürfte. “Papa, ich geh’ zum Zirkus!” ist – abgesehen vom Umfang – geschrieben wie ein Blogeintrag: Sprachlich auf einem angenehmen Niveau und auf diese heimelige Weise authentisch, wie es eben nur wenige Autoren hinbekommen.

Inhaltlich ist “Papa, ich geh zum Zirkus” gewissermaßen das Prequel zu Sashs Blog “Gestern Nacht im Taxi“, in dem er aus dem Alltag eines Berliner Taxifahrers berichtet, der ausschließlich Nachtschichten schiebt. Im Buch geht es nun – wie bei Vorgeschichten üblich – darum, wie Sash zum Taxifahren kam. Allerdings findet die eigentliche Vorbereitung auf den Job als Taxifahrer im Buch nur sehr wenig Platz, den überwiegenden Teil nehmen Geschichten aus Schul- und Zivizeit und die Suche nach der eigenen Bestimmung ein.

Ich konnte nicht anders, als beim Lesen immer wieder Pausen einzulegen, in denen ich mich an meinen eigenen Weg zurückerinnerte. Die mediokre Schulzeit, die mich erst unterforderte, später – ohne dass ich es recht bemerkte – rechts überholte und mich schließlich fast am Straßenrand stehengelassen hätte. Die Frage nach der Bestimmung im Leben und wie diese zu erreichen sein könnte, die Zweifel, die Rückschläge, die Diskussionen mit meinen Eltern und wie sich am Ende alles auflöst.

Das geht schon gleich im ersten Kapitel und dem Besuch im Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes los. Das lief bei uns etwas anders, bei uns kam das BIZ in Gestalt eines dicklichen, mürrischen, alten Mannes zu uns in die Schule. Reihum hatten wir bei ihm anzutreten und unseren Berufswunsch zu nennen. Er fragte dann die Schulnoten ab, die seiner Meinung nach zum gewählten Beruf passen würden (also entweder Deutsch und Englisch oder Mathe und Physik) und teilte anschließend mit, dass man mit dem Notenschnitt eigentlich für den gesamtdeutschen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sei und man höchstens … na eigentlich fiele ihm auch nichts geeignetes ein. Das ging denen so, die studieren wollten, das erlebten die die eine Lehre zum Bürohengst anstrebten und erst recht Leute wie ich: Mäßig interessiert mit einer Leidenschaft für einen Beruf über den er nichts wusste. Und mit “nichts wusste” meine ich nicht sein übliches Nichtwissen über die Entwicklungen am Arbeitsmarkt in den vergangenen 30 Jahren, sondern – wie in meinem Fall – den Beruf des Radiomoderators, der in seiner Welt nicht existierte, weil das nun mal kein Ausbildungsberuf im klassischen Sinne ist. Trotzdem musste er ja bei uns das Gefühl aufrecht erhalten, dass es eine Ausbildung nur über ihn und den Zugang zu einem Studium nur mit seiner Gnade geben würde. Kurz: Ich habe mich an erstaunlich vielen Stellen von “Papa, ich geh’ zum Zirkus!” selbst wiedergefunden.

Vielleicht liegt meine Freude über das Buch daran, vielleicht auch an der Tatsache, dass ich im Rahmen der letzten re:publica nach einem Kneipenabend mit Jo das große Vergnügen hatte, mich von Sash zum Hostel fahren zu lassen. Auch wenn die Fahrt seinerzeit recht kurz war, war es doch sehr nett in Sashs 1925 genanntem Taxi und seitdem lese ich immer mal wieder in seinen diversen Blogs mit. So gesehen ist es dann doch wieder völlig klar, weshalb ich mich mit dem eBook sofort wohl gefühlt habe: Ich kannte ja die Schreibe schon aus den Blogs und ich kannte den Typen dahinter zumindest von einer gemeinsamen Taxifahrt.

Aber auch sonst möchte ich behaupten, dass sich der geneigte Leser mit “Papa, ich geh zum Zirkus” gut amüsieren kann. Das Buch dürfte bei etwa 100 Seiten liegen und liest sich flüssig. Ich habe etwas mehr als zwei Stunden gebraucht, also für die meisten Gelegenheiten eine hervorragende Lektüre für eine mittellange Bahnfahrt. Die Unterteilung in in sich abgeschlossene Kapitel erlaubt es auch, das eBook immer mal wieder wegzulegen. Wenn man das denn will, ich wollte es nicht.

 

Andere Rezensionen, weitere Infos und ein Probekapitel gibt es in Sashs Blog “Gestern Nacht im Taxi“.

Der Autor hat mir das eBook kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Wer es über den nebenstehenden Link bestellt, unterstützt möglicherweise den sehr hervorragenden NYC Guide, mit dem ich wirtschaftlich nicht verbunden bin, den ich aber für sehr unterstützenswert halte.

 

Ich schreibe “unterstützt möglicherweise”, weil ich nicht genau weiß, ob sich das Amazon-Partnerprogramm auch auf eBooks erstreckt. (Weißt Du es? Dann lass mich nicht dumm sterben und teile Dein Wissen bitte in den Kommentaren.)

 

Tags: Netzgedöns, Rezension

Leistungsschutzrecht und jetzt?

Tja, jetzt ist es also passiert: Der Bundestag hat das unter Bloggern sehr umstrittene Leistungsschutzrecht beschlossen. Während der Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger das LSR abgekürzte neue Gesetz begrüßt, zieht der News-Aggregator rivva.de noch vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes erste Konsequenzen:

Nichtsdestotrotz, Risiko bleibt. Da ich aber weder einen Rechtsstreit mit den Presseverlagen suche, noch (aus finanzieller Sicht) Lizenzen von ihnen erwerben könnte, stellen sich eigentlich nur zwei Optionen: Zurück zu den Wurzeln und sich allein auf Blogs fokussieren? Dagegen spricht jedoch sofort, dass es mir mit Rivva ungeheuer wichtig ist, eben genau eine Brücke zwischen den verschiedenen Medienformen zu schlagen. Bleibt die andere Möglichkeit …

No Snippet

Durch das Ausschließlichkeitsrecht der Verleger und dabei unvermeidbaren Ansteckungseffekten (wenn der Anreißer eines Blogs schon Verlagstext zitiert), sehe ich mich im Grunde genommen dazu gezwungen, auf Snippets auf rivva.de kategorisch zu verzichten.

Das kann man vermutlich als verfrüht und aktionistisch bezeichnen, denn schließlich muss das Gesetz ja noch durch den Bundesrat. Ich allerdings sehe es ähnlich: Nach allem was ich bislang über den Gesetzestext gelesen habe – wobei das, wie ich fairerweise erwähnen muss ausschließlich Sekundärquellen sind – scheint es ja eine große Rechtsunsicherheit zu geben. Das liegt an teils schwammigen Formulierungen, die offenbar viel Interpretationsspielraum lassen. Vorgestern erst las ich einen empörten Artikel darüber, dass der Gesetzgeber sich so aus der Verantwortung ziehen und den Gerichten konkrete Entscheidungen überlassen zu wollen. Die Online-Abteilung der Süddeutschen geht- obwohl der Verlag selbst das LSR unterstützt – recht kritisch mit dem Thema um, das ist ganz lesenswert.

Aber was heißt das jetzt für uns Blogger? Ich muss gestehen, dass ich den Überblick verloren habe. Irgendwann hieß es mal, dass Blogger nicht betroffen seien, dann wieder dass es Blogger-Lizenzen für 0,00 Euro geben solle – ich weiß nicht, was der aktuelle Stand ist. In aller Regel verlinke ich auf Presseangebote, wenn ich mich zu einem Thema äußern will. Es kommt aber auch vor, dass ich aus einem Artikel kurze Passagen zitiere. Ist das erlaubt? Ich weiß es nicht.

Weil es offenbar vielen anderen Bloggern genau so geht und weil sie vielleicht auch ein kleines bisschen trotzig reagieren, gibt es nun den Aufruf, die Befürworter-Verlage des LSR nicht mehr zu verlinken:

Behandeln wir Verlage doch so, wie sie das Internet behandeln. Geht es darum, einen Verlag zu kritisieren, ist das Nennen von Ross und Reiter unumgänglich. Doch warum sollte man sie loben oder zitieren? Sie wollen doch gar nicht, dass ihre Inhalte verwendet werden. Also schreiben wir uns doch künftig Meldungen aus Quellen zusammen, so wie es hunderte von Online-Redaktionen in der Republik tun. Gibt es einen klaren Urheber, so reicht als Quellenangabe doch “Zeitungsbericht”, “Medienszene” oder “Totholzgemeinde”. Machen Verlage doch auch so. Und dabei sollten wir besonders auf jene Verlage achten, die uns dies eingebrockt haben.

Wie gesagt, eine sehr trotzige Reaktion. Eigentlich will ich mich nicht auf dieses Äquivalent zu “Quelle: Internet” herablassen, über das wir uns beim Fernsehen und den Zeitungsheinis immer aufregen. Ich will mich eigentlich auch nicht wegen eines blöden, unausgegorenen Gesetzes, das durch Vetternwirtschaft der Kauder-Brüder  zumindest fragwürdige Lobbyarbeit des Springer-Verlages entstanden ist, davon abhalten lassen, einen Artikel aus dem Online-Derivat einer Zeitung zu verlinken und, viel wichtiger, daraus zu zitieren. Vermutlich werde ich das müssen. Aber was ist mit all den alten Einträgen auf Jörn Schaars feiner Seite, in denen ich genau das getan habe? Abmahnfähig? Geht das rückwirkend? Ich weiß es nicht.

Ich glaube, das wird klar: Die Unsicherheit in Sachen LSR ist auch bei mir sehr groß. Bisher hatte ich in Sachen Abmahnungen Glück und ich denke auch nicht, dass eines der größeren deutschen Verlagshäuser sich eines so kleinen Blogs wie dem meinen annehmen wird und mich auf einmal in Grund und Boden abmahnt. Aber man soll ja auch nicht den Teufel an die Wand malen.

Links und Zitate aus Publikationen der LSR-Befürworter zu vermeiden, dürfte schwierig sein, denn die Liste der Unterstützer ist sehr lang. Auf Basis dieser Blacklist hat der SPD-nahe Verein D64 einen URL-Shortener entwickelt, der Links zu LSR-Unterstützern zunächst auf eine eigene Info-Landingpage umleitet, auf denen ein paar Sätze zum Thema stehen. Etwas ähnliches gibt es für selbstgehostete WordPress-Blogs auch als Plugin – so wäre zumindest meine Frage nach alten Links beantwortet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich der Weisheit letzter Schluss ist und ob ich mich von deren “Urteil” gewissermaßen abhängig machen möchte. Im Zweifel hilft also nur die eigene Recherche, die transparent recherchierte Whitelist von Opalkatze und möglicherweise dieses Bookmarklet für den Firefox, das aber auch nur einen Abgleich der Domain mit der selben Black- und Whitelist durchführt, die auch das D64-Plugin benutzt.

Welche Konsequenzen ich für Jörn Schaars feine Seite aus dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage ziehen werde, weiß ich noch nicht. Sicher ist: Bis das Gesetz rechtskräftig wird, muss ich irgendeine Form von Konsequenz ziehen und es wird nicht die sein, dass ich mein Blog dicht mache. Das wäre Quatsch, denn dann hätten die Verlagsheinis gewonnen.

Tags: Bidde?, Leistungsschutzrecht, Nerdkram, Netzgedöns, Rezension

Lieblingstweets im Februar

Der Februar war twittermäßig ein sehr ergiebiger Monat. Mit meiner selbstgewählte Grenze von 20 Tweets, die ich pro Monat als meine Lieblingstweets bezeichnen möchte, habe ich mehr als einmal gehadert und das schon am 20. des Monats. Ein Blick auf die Toptweets woanders-Sammlung von Anne zeigt: Ich bin offenbar nicht allein. Wie beruhigend.

Special Edition Sonntagsbekleidung:

Bonustrack:

Tags: Geilo, Knaller, Nerdkram, Netzgedöns, preisverdächtig, Twitter