Infografik: Die Vorgeschichte von “The Avengers”

Ich bin vermutlich der vorletzte Mensch, der “The Avengers” noch nicht gesehen hat. Mein gesamter digitaler Freundeskreis schwärmt von dem Streifen. Ich habe es bislang lediglich geschafft, die BluRay vorzubestellen. So weiß ich zumindest, dass ich spätestens am 13. September in den Genuss kommen werde. ;)

Ich bin allerdings sehr konsequent darin, mir die Filme der Vorgeschichte anzugucken. Die beiden bislang erschienenen “Iron Man”-Filme stehen hier im Regal, ebenso “Captain America”. “Thor” hatte ich nur mal ausgeliehen, der könnte aber noch nach kommen, wenn es eine günstige Version gibt. “The Incredible Hulk” fehlt noch, den müsste ich mir noch angucken. Vor allem jetzt wo mir diese Infografik in die Hände gefallen ist, muss ich offenbar alle Filme noch mal ansehen, um auch die subtileren Hinweise zu entdecken.

The Geek Twins zeigen sehr übersichtlich, wie viel Wert auf die Verbindung zwischen den Filmen gelegt wird, um sie alle auf eine Zeitlinie zu bringen:


The Geek Twins)

Tags: Geilo, Kino

Analog-Twitterwall auf der re:publica XII


(DirektTwitterwall)

Eine ganz hervorragende Idee der Agentur Precious. Hornbach so prominent als Kunden einzubinden, war natürlich eine mindestens ebenso hervorragende Idee, führte allerdings dazu dass ungefähr 800% der Besucher die Wand als Aktion von Hornbach wahrgenommen haben. Johannes von der Agentur hat sicher diverse Emails mit der Bitte um Korrektur an Blogger geschickt, die die Wand erwähnt haben. Ich zumindest habe eine sehr freundliche Mail in dem Zusammenhang erhalten.

Tags: Geilo, Jörn unterwegs, re:publica XII, Werbegedöns

Ein viel zu sachlicher Blogpost zu meinem Tag 3 der re:publica XII

Der dritte und letzte Tag der re:publica XII ging schon gleich mit einem Schreck los: Mein Einlassbämsel war schon wieder weg. Diesmal gleich morgens beim Aufwachen und wieder habe ich es nicht gefunden. Glücklicherweise haben die aufmerksamen Geister meines Hostels das Band wiedergefunden, dass ich tags zuvor vermisste und so konnte ich mir diesmal unkompliziert selbst helfen. Das Frühstück ließ ich ausfallen, denn schließlich sollte es ja Mettbrötchen geben.  Die gab esauch, aber zu spät. Ich saß bereits im (ehlrich gesagt etwas langweiligen) Vortrag von Neelie Kroes, als ich endlich erfuhr, dass das Mett endlich angekommen war. Das war ja was:

Fotografen versuchen, möglichst eindrucksvolle Bilder von Zwiebelmett-Brötchen zu schießenZwiebelmett-Brötchen

Lecker war es außerdem, also alles richtig gemacht.

Der Vortrag von Neelie Kroes war leider insofern langweilig, alsdasssie nur vom Blatt abgelesen hat. Das machte esetwasschwer ihr zufolgen, andere Speaker (denen ich einfach weniger Erfahrung mit Reden vor großem Publikum unterstelle) haben mich mehr gepackt und mitgezogen.

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Tags: Jörn unterwegs, re:publica XII

Mein Zeitplan für die re:publica 12 – Tag 3

Letztes Jahr war eines meiner re:publica-Highlights der MettMob bei Bäckerei Taudien gegenüber des Friedrichstadtpalasts. Dieses Jahr ist kein Bäcker in der unmittelbaren Umgebung der Station-Location und so wird das alles halboffiziell von den Herrschaften von rplive.de geplant. Als ich (am Dienstag) das letzte Mal geguckt habe, hatten sich 71 Leute zur Mett-Verkostung re:mett angekündigt. Das wird meine erste Veranstaltung des Tages werden und ich hoffe, es wird entsprechend lecker. :)

Ab 10 geht es für mich mit einer B-Veranstaltung weiter: “Blogvermarktung” u.a. mit Nico Lumma. Meine Versuche über Jörn Schaars feine Seite Einnahmen in erfreulicher Höhe zu erzielen, endeten entweder mit einer Frustration beim Blick auf die monatliche Vermarkterabrechnung oder mit einem Gefühl von “Ich arbeite auf dem Hartgeld-Strich!” und auf beides hatte ich keine Lust mehr. Weil Werbung bei mir immer irgendwie ein Thema ist und ich nicht ausschließen will, dass es irgendwann auf Jörn Schaars feiner Seite wieder eine Art Werbekonzept geben könnte, werde ich mir die Session vermutlich geben. Vielleicht bleibe ich aber auch bei den Leuten mit den Mettbrötchen.

Ab 11.15 klingt “Mächtiger als Merkel: Wie Brettspielentwickler Gesetze machen (würden)” ganz spannend: Wenn Menschen beim Spielen freiwillig Regeln a.k.a. Gesetz befolgen, warum sollte das nicht auch auf das echte Leben funktionieren?

Um 12.30 beginnt Felix Schwenzel mit “soylent green, äh, the internet is people!” und ab 13.45 knüppelt es sich dann wieder in Jörn Schaars feinem Terminplan: “Twitter joinong the Conversation” parallel mit “Act on ACTA – das Update” und – Plan C – “Zugmonitor – decoding realtime train data for publishing“, was abgesehen vom Thema Züge durchaus sehr interessant klingt. Ich befürchte allerdings eine Session vom Fachmann für den Kenner und so bleibt die Auswahl vermutlich zwischen Twitter und ACTA. Keine Ahnung, wie ich das entscheiden soll: Twitter ist super, ACTA ist möglicherweise sogar für die Nutzung von Twitter wichtig.

Danach kommen eigentlich nur noch Sessions, die mich bestenfalls am Rande interessieren und um deren Besuch ich mich wenn überhaupt, dann nur im Vorbeigehen kümmern werde. Stattdessen werde ich vermutlich Kraft tanken für die Verabschiedung, die hoffentlich nicht ohne das Absingen der heimlichen re:publica-Hymne “Bohemian Rhapsody” auskommen wird. :) Anschließend die Abschlussparty #tassebier, ins Hostel, bloggen und podcasten und morgenvöllig geschafft, aber glücklich wieder zurück nach Kiel.

 

 

Tags: Jörn unterwegs, Nerdkram, re:publica XII, Vorfreude

Ein unnötig verkürzender Blogpost zu meinem zweiten Tag der re:publica XII

Mein zwieter Tag lief nicht so richtig rund. Das ging schon damit los, dass mir das Einlassbämsel irgendwo zwischen Dusche (da hatte ich es definitiv noch) und “Ich geh jetzt mal los” (da war es weg) verloren gegangen ist. Das Zimmer umkrempelt, Weg zwischen Bad und Zimmer gecheckt, Weg zwischen Zimmer und Frühstücksbuffet gecheckt, am Buffett gefragt, an der Rezeption gefragt – nichts.

Vor Ort angekommen war natürlichwieder alles halb so wild, weil ich gegen Perso-Vorlage unkompliziert ein neues Bändchen bekam und weil ich mit dem Problem auch nicht der Einzige war. (Vorschau auf den Blogpost der morgen früh zum heutigen Tag online geht: Mein neues Bändchen ist schon wieder weg, war heute morgen einfach nicht mehr da wo es sein sollte, zwischenzeitlich ist das alte aber aufgetaucht.)

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Tags: Jörn unterwegs, re:publica XII

Mein Zeitplan für die re:publica 12 – Tag 2

Der zweite Tag der re:publica wird für mich ein Tag voller Überschneidungen werden. Dabei fängt es ganz entspannt an: Um 10 besuche ich Tim Pritloves Session “Die Wiederentdeckung der Langsamkeit – warum Podcasts funktionieren“. Mit Tim bin ich zwar letztes Jahr nicht in allen Punkten in einer Linie gewesen, aber er sagt auch sehr viele richtige und gute Sachen, die ich mir auch in diesem Jahr wieder anhören möchte.

Dann ist für mich erst mal sehr lange nichts ansprechendes dabei. Also Zeit zum Netzwerken, zum Essen und je nach dem wie es um meine Kondition bestellt ist, werde ich möchlicherweise eine kleine Siesta einlegen. :)

Erst um 15 Uhr habe ich wieder etwas auf den ersten Blick spannendes gefunden, nämlich “ARD – Und sie bewegt sich doch“, bei der verschiedene ARD-Journalisten, Redakteure und Autoren einen Einblick in ihre Arbeit geben wollen. Gleichzeitig läuft eine Session über Foodblogs, in der geklärt werden soll, ob Foodblogs jetzt zum verfall oder zur Rettung der Esskultur beitragen. Klingt interessant, die ARD hat aber die etwas stärkere Sogwirkung auf mich.

Direkt im Anschluss werde ich wohl “Blogger im Gespräch” anhören. Fand ich letztes Jahr schon gut, will ich dieses Jahr wieder haben. Obwohl gleichzeitig “Sag’s dem ZDF” läuft, bei dem es um den multimedialen Auftritt der Anstalt und um die Perspektiven des Selfmade-Journalismus gehen wird. Fragestellung etwa “Wo soll das denn noch alles hinführen?” und damit auch sehr interessant.

Beim “Rotfunk! Schwarzfunk! Böse Medien!“-Vortrag sind auch in diesem Jahr wieder zwei Redakteure der öffentlich-rechtlichen Satiresendungen Quer und Extra3 an Bord. Sie berichten darüber, wie politische Sendungen kommentiert werden. Wobei berichten erfahrungsgemäß wohl eher “sich lustig machen über” bedeutet. Das ist dann die zweite Session des Tages, bei der nicht parallel auch etwas für mich interessantes läuft.

Auch wenn ich kein Fan der Reihe bin werde ich mir im Anschluss “Tatort+ – Jetzt ermittelt das Publikum” ansehen. Die Tatort-Autoren planen offenbar ein nettes kleines Experiment. Tatort ausstrahlen und dann die Zuschauer auf Facebook und bei Twitter weiter “ermitteln” lassen. Das klingt sehr spannend!

Was die weitere Session-Planung angeht, bin ich etwas hin- un hergerissen. Will ich “Trollen oder getrollt werden – das ist hier die Frage! / Female Trolling – Ja oder Nein?” oder will ich einem Tatort-Autoren und einem Blogger beim Streit über ihre jeweiligen Ansichten zum Urheberrecht zugucken? Trollen oder “Tatort Urheberrecht – Dialog zwischen Tatortautor Knut Böser und Blogger Marcel Weiß“? Vermutlich werde ich das spontan entscheiden. Oder ich lege mal eine kleine Pause ein.

Ab 20 Uhr nämlich laufen Sue Reinckes “Poetry Spam” und “Royal Revue III – das große Finale” parallel. Beides verspricht gute Unterhaltung und ich werde auch hier spontan entscheiden müssen. Im Anschluss noch ein kurzer Abstecher zur sipgate-Party, bevor ich mich im Hostel der Verbloggung und der verpodcastung des Tages widme.

 

 

Tags: Jörn unterwegs, Nerdkram, re:publica XII, Vorfreude

Ein unanständig langer Blogpost über den ersten Tag der re:publica XII

Ein A5-College Block und ein KuliIm Vergleich zum letzten Jahr bin ich bei der diesjährigen re:publica nicht ständig mit dem Netbook unterwegs. Erstens weil ich mich damit letztes Mal zu sehr belastet fühlte und ständig irgendwas verpasste, weil ich “dringend” bloggen musste und zweitens, weil Netbook, Notebook und Tablet mir einfach zu Mainstream sind. Ja, die re:publica animiert auch in diesem Jahr wieder sehr zum Bloggen, aber nein, ich muss das nicht machen während ich in einer Session, einem Vortrag, sitze. Ich will einfach mehr von den Sessions mitbekommen, die ich mir anhöre und das kann ich nicht, wenn ich nebenbei twittere oder blogge.

Deswegen habe ich mir dieses Jahr überlegt, Notizen auf Papier zu machen und das auch sehr konsequent getan. An dieser Stelle folgt nun also ein unanständig langer Blogpost über meinen ersten Tag. Der besseren Lesbarkeit, werde ich den größten Teil dessen nicht auf der Startseite von Jörn Schaars feiner Seite stattfinden lassen.

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Tags: Jörn unterwegs, re:publica XII

Mein Zeitplan für die re:publica 12 – Tag 1

Heute geht es also los, die Nerds treffen in der Station Berlin ein. Ich mache mich auch langsam auf den Weg, vom Hostel bis zur Station habe ich es ja nicht so weit. Dort angekommen will ich mir zunächst einen Überblick verschaffen, wie es da überhaupt aussieht, bevor um 10 Uhr die offizielle Eröffnung stattfindet. Die ist mehr oder minder Pflicht, ich werde da sein. Vermutlich bleibe ich direkt zu Eben Moglens Session “Why Freedom of Thought Requires Free Media and Why Free Media Require Free Technology” sitzen, um mich ein wenig einstimmen zu lassen.

Ein weiterer Pflichttermin ist für mich auch “Why ACTA is a threat to open data and the open Web” um 12.45 auf Stage 2. Der Protest gegen ACTA ist wichtigschmichtigpopichtig und es kann nie schaden, sich um so mehr darüber zu informieren. Außerdem erhoffe ich mir ein paar Hinweise zum aktuellen Stand der Dinge.

Weiter geht es für mich dann mit Udo Vetter und “Spielregeln für das Netz – sicher publizieren in Blogs, Foren und Sozialen Netzwerken” ab 13.15 auf Stage 4. Ich bin bislang noch nie abgemahnt worden und hatte auch noch nie ernsthafte Probleme wegen etwas, das ich im Blog oder in den diversen sozialen Netzwerken gepostet habe. Sich auf dem Laufenden halten ist jedoch wichtig, um in Zukunft Schwierigkeiten zu vermeiden. Als Plan B habe ich mir noch Kixka Nebraskas Vortrag “About Me – die digitale Fassade” auf den Terminplan gelegt. Die hat mich letztes Jahr mit einem Vortrag über Profilbilder überraschend gut unterhalten und ihr diesjähriger Vortrag klingt nicht uninteressant. Wenn Herr Vetter also verkackt :) dann bin ich bei Frau Nebraska. Guter Plan!

Zwischen 14.45 und 17.15 werde ich mich überraschen lassen müssen, in der Zeit habe ich keine Session gefunden, die ich besuchen wollen würde. Andererseits gibt mir das die Gelegenheit zum netzwerken, zum Leute treffen und wann war eigentlich Mittagspause? Ich werde diese 2,5 Stunden vermutlich an der re:fill-Bar verbringen. :)

Ab 17.15 laufen dann gleich zwei Sessions parallel, die mich interessieren. Einerseits “Make Love not Porn” mit Cindy Gallop und als Plan B “Von Leetspeak bis Ragefaces – die Kultur des Internets” mit Johannes Kretzschmar, Bastian Held und Katrin Jahns. Das verspricht fast ein wenig interessanter zu werden, andererseits hat man bei manchen Themen auch immer so ein bisschen die Angst, dass es dabei nur zum Verlesen einer Dissertation kommt. Die Frau, die das letztes Jahr zum Status Quo der deutschen Blogosphäre tat, weckt in mir immer noch großes Mitleid, vor allem wegen der offenkundig stattgefunden habenden Live-Trollerei, von der ich nur bei Twitter las.

Die einzige Session des Tages, die ich wirklich, wirklich, wirklich sehen möchte ist die um 18.45: “Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeits­arbeit” mit Marco Trovatello, Samantha Cristoforetti, Paolo Nespoli, Jocelyne Landeau-Constantin und Bob Jacobs. Die Raumfahrtagenturen DLR, ESA und NASA haben Social Media für ihre Öffentlichkeitsarbeit entdeckt und sie spielen ihre Instrumente ganz hervorragend. In der Session sprechen sie darüber und das möchte ich wahnsinnig gern sehen.

Danach bleibe ich noch für Sascha Lobos “Überraschungsvortrag” sitzen. Sascha war letztes Jahr schon sehr unterhaltsam, wie eigentlich überall wo ich ihn habe Reden hören, und das werde ich mir auch diesmal nur mit einem sehr guten Grund entgehen lassen, bevor es dann zum BBQ auf den Vorplatz der Station und zur Aftershow-Party des Social Gaming-Fabrikanten Wooga geht.

Danach wird im Hostel noch gebloggt und gepodcastet was der letzte Rest an Kondition her gibt und ich frage mich jetzt schon, wie ich das fünf Tage durchhalten will. :-D Natürlich ist das alles nur ein sehr grober Plan, denn die wirklich wichtigen Dinge finden bei der re:publica nicht während der Vorträge statt, sondern drumherum. Wie im letzten Jahr auch schon ist diese Planung ein sehr fließendes Konzept und ich bin gespannt, welche Sessions ich mir tatsächlcih angucken werde. :)

Bis gleich!

Tags: Jörn unterwegs, Nerdkram, re:publica XII, Vorfreude

Eine Zugfahrt die ist lustig!

Es hatte irgendwie so kommen müssen: Bei meiner Anreise zur diesjährigen re:publica war ich viel zu gut im Zeitplan. Koffer packen, alle Tickets doppelchecken, reisefein machen – all das hat so gut geklappt, dass ich sogar noch gemütlich am Kieler Hauptbahnhof eine Currywurst-Pommes Schranke essen und Nachtisch kaufen konnte und trotzdem 20 Minuten zu früh im Zug saß.

Ich hätte es kommen sehen müssen.

Weil eine Bahnfahrt so entspannt nicht über die Bühne gehen darf, fiel erstmal der Zug aus. Wegen einer Störung mit der Türsteuerung konnte der Zug nicht losfahren und so bat man uns rund eine Stunde nach der planmäßigen Abfahrt in einen bereitstehenden Regional Express.

Ich bin sonst schnell ungehalten, wenn bei einer Bahnfahrt irgendwas nicht klappt und ich deshalb meinen Anschluss verpasse oder (m)einen Zeitplan nicht einhalten kann. Diesmal jedoch nicht, weil ich ja mit Absicht schon über einen Tag früher als notwendig nach Berlin reiste. Außerdem hatte ich mich via Smartphone und der DB Navigator-App versichert, dass von Hamburg nach Berlin stündlich Züge fahren. Kein Grund also zur Beunruhigung für mich und entsprechend entspannt bezog ich einen Platz im Regionalzug.

Um 15.06 Uhr dann die Offenbarung in Hamburg: Das Karma hat mich mit einer Fahrt im Luxus-ICE “Metropolitan” der Deutschen Bahn belohnt!

Natürlich hält der Metropolitan technisch nicht mit den neuen ICE-Zügen mit. Es gibt keinen Mobilfunk-Repeater, weshalb der Empfang an Bord noch schlechter ist als sonst. Es gibt auch keine Steckdosen an Bord, weil der Zug halt Baujahr 1999 ist und man damals noch nicht so viele Steckdosen brauchte. Neigetechnik hat das gute Stück auch noch nicht, was die Fahrt gelegentlich etwas ruppig macht.

Ausgesprochen witziger Nebeneffekt: Weil es im ganzen Zug keinen Ausstattungsunterschied zwischen erster und zweiter Klasse gibt, stehen sehr viele Menschen zwischen den Abteilen. Ist mir zuerst auch so gegangen: Ich habe die zweite Klasse für die erste gehalten. Wenn man das aber erst mal erfahren hat, dann reist man im metropolitan sehr weltmännisch. :)

Stiller Gruß übrigens an die ältere Dame, deren Koffer Wohnzimmerschrank ich ins Gepäckfach wuchtete! Sie hat leider die Ironie nicht verstanden, als sie fragte ob ich zufällig auch bis Berlin führe und ob ich ihr dort angekommen wieder behilflich sein könne. Ich antwortete nämlich, dass es mir eine Freude sei, vom ersten wieder in den letzten Wagen zu kommen, um genau das zu tun. Sie hat sehr enthusiastisch dafür bedankt und ich hoffe, dass sie jetzt nicht doch auf mich gewartet hat.

Tags: Bahn, Geilo, Jörn unterwegs

Vorfreuen auf die re:publica 2012

Morgen geht es also los mit der re:publica 12. Ich finde es nach wie vor verwirrend, die Veranstaltung “re:publica 12” zu nennen, obwohl es doch erst die sechste ist. Aber gut, irgendwas ist ja immer. Darüber wollte ich auch gar nicht schreiben. In weniger als fünf Stunden geht mein Zug nach Berlin. Eigentlich ist das ja fast schon Quatsch, so früh hin zu fahren, zumal ich Berlin ja eigentlich gar nicht mag. Andererseits wäre es mir aber deutlich zu stressig, erst morgen anzukommen. Und später am Abend will ich auch nicht fahren, weil ich weder an einem U-Bahnhof zu Tode geprügelt noch von einem randalierenden Mob angezündet werden möchte. Es geht also nicht anders: Früh hin, noch irgendwas machen und vor Einbruch der Dunkelheit im Hostel sein.

Überhaupt, das Hostel. Das Grand Hostel Berlin. Es liegt nur rund 600 m vom Veranstaltungsort entfernt und das ganz allein macht es schon sehr geil, genau dort zu nächtigen. Dann natürlich der Veranstaltungsort. Die Station. Weil die Räumlichkeiten bei der letzten re:publica doch deutlich zu klein waren, zieht die Karawane weiter ins nächstgrößere Etablissement. Die Station ist ein ehemaliger Postbahnhof, der jetzt für hippe Veranstaltungen genutzt wird. Johnny hat unter anderen ein wenig über die Herausforderung daran geschrieben, das sehr lesenswert ist.

Ich werde mich also ab Mittwoch zusammen mit mindestens 3.999 anderen Nerds um 99 provisorisch verlegte Steckdosen balgen. Auf jede Steckdose kommen also rund 40 Leute, die ihren Strom da raus ziehen wollen. Einerseits finde ich das ein wenig beängstigend, andererseits denke ich mir “Geiel, das werden dann ja super Steckdosengespräche!” Steckdosengespräche, das ist mein Podcast. Der erscheint in sehr unregelmäßigen Abständen  immer dann, wenn ich auf andere Nerds treffe. Die Motivation dahinter habe ich zum Barcamp Kiel vergangenes Jahr erklärt.

Darauf bin ich in der Tat sehr gespannt. Wie kommt das an, wenn ich wildfremde Leute mit einem Mikrofon an der Steckdose belästige? Wird es gute Gespräche geben? Wird es überhaupt Gespräche geben? Mal abwarten, was passiert. Ich lasse mich da übrraschen.

Vor der re:publica wollte ich eigentlich noch richtig viel erledigen. Hab ich alles vergessen. Gut, dass ich seit drei Monaten ein Bahnticket für heute habe und dass ich mein Hostelbett schon im September buchen konnte, sonst wäre ich jetzt aufgeschmissen. Eigentlich wollte ich für die Steckdosengespräche noch eine Verpackung produzieren oder zumindest ein Intro zusammenschustern. Hab ich vergessen. Eigentlich wollte ich für dieses Jahr mindestens zwei Nerd-Shirts kaufen. Hat auch irgendwie nicht geklappt. Findet sich schon irgendwie, das ist nicht so wirklich wichtig.

Ich habe einen groben Plan für die zu besuchenden Sessions im Kopf und den gesamten Zeitplan in den Google-Kalender importiert – den werde ich jetzt erstmal entschlacken müssen, damit ich ein wenig den Überblick behalten kann, was ich eigentlich sehen wollte. Eins zumindest ist klar: Nur wegen einer weiteren Session werde ich kein nettes Gespräch mit irgendwem abbrechen, mein Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Netzwerk-Gedanken.

Ich werde auch nicht ständig mein Netbook mit mir herumschleppen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Akkulaufzeit mittlerweile bei knapp 35 Minuten liegt und dass ich einfach nicht ständig versucht sein möchte, irgendwas zu verbloggen, nur weil es gerade geht. Ich werde ganz Oldschool handschriftliche Notizen machen, vielleicht ein paar Fotos und abends im Hotel kann ich immer noch über meine Eindrücke bloggen. Und die Podcasts schneiden. Und was mir sonst noch einfällt. Wenn es während der re:publica etwas gibt, das unbedingt verbloggt werden muss, dann kann ich das zur Not auch sehr gut mit dem Smartphone erledigen.

Ich gehe dann mal Koffer packen.

Tags: Jörn unterwegs, Nerdkram, Netzgedöns, re:publica XII, Vorfreude